Nach spätem Debüt: Žulj hat Blut geleckt

Mehr als ein halbes Jahr musste Robert Žulj warten, ehe er in der Bundesliga für die TSG 1899 Hoffenheim auflaufen durfte. Nach seinem Debüt gegen Hertha BSC (1:1) will der Offensivakteur angreifen.

Es hatte sich abgezeichnet, dass Žulj in Berlin seine Liga-Premiere feiern würde. Immerhin heimste der Österreicher zuvor ein dickes Sonderlob von Trainer Julian Nagelsmann ein. „Robert hat in den vergangenen Wochen sehr gut trainiert und drängt sich auf“, hatte der TSG-Coach auf der Pressekonferenz am vergangenen Donnerstag gesagt und war regelrecht ins Schwärmen geraten: „Er ist ein ganz feiner Fußballer, mit einem tollen Fuß – sowohl beim finalen Pass als auch im Abschluss. Ich hoffe, dass wir das bald in der Bundesliga sehen können und er seine Trainingsleistungen im Spiel auf den Acker bekommt.“ Die Chance bekam der Mittelfeldspieler am Samstag, in der 70. Minute wurde er für Ádám Szalai eingewechselt und vergab kurz vor Schluss sogar noch eine gute Tormöglichkeit und damit die Krönung seines Debüts.

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Die Hinrunde lief für Žulj nicht nach Plan, eine Schambeinverletzung setzte den Sommerzugang von der SpVgg Greuther Fürth vier Monate lang außer Gefecht. „In erster Linie war ich froh, dabei zu sein und endlich spielen zu können“, sagte er nach der Partie gegen die Hertha. „Natürlich habe ich auch über die Verletzung nachgedacht und über die viele Arbeit, die ich investiert habe, um zurückzukommen.“ Doch derlei Überlegungen sollen so schnell wie möglich der Vergangenheit angehören. Der 26-Jährige brennt auf weitere Einsätze und will sich bei der TSG durchsetzen. „Ich werde in den kommenden Wochen genauso weitermachen wie zuletzt“, beteuerte Žulj und kündigte an: „Ich will dem Trainer in jedem Training zeigen, dass ich bereit bin und der Mannschaft helfen kann.“