Nagelsmann muss seine Schaltzentrale ersetzen

Im Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach muss Hoffenheim-Trainer Julian Nagelsmann auf das Mittelfeld-Duo Lukas Rupp und Dennis Geiger verzichten. Von einem „Sechs-Punkte-Spiel“ will er nichts wissen.

Nagelsmann muss am Samstag (15.30 Uhr) in Gladbach seine „Doppel-Acht“ ersetzen, die bei den vergangenen beiden Siegen gemeinsam mit dem defensiveren Florian Grillitsch erfolgreich im Zentrum harmonierte. Shootingstar Geiger erlitt am vergangenen Samstag gegen den VfL Wolfsburg (3:0) eine Oberschenkelverletzung, die den 19-Jährigen für den Rest der Saison außer Gefecht setzt. Rupp laboriert an Wadenproblemen, wie der TSG-Coach am Donnerstag mitteilte. „Seine Waden sind dicht. Er hat gegen Wolfsburg 12,6 Kilometer zurückgelegt – mit sehr vielen Sprints und sehr vielen intensiven Läufen. Wir gehen nicht davon aus, dass er spielen kann“, meinte Nagelsmann.

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Vor allem für zwei Spieler bedeutet der Ausfall der beiden Stammkräfte eine Chance. Nadiem Amiri, der in der Rückrunde erst dreimal von Beginn an eingesetzt wurde, und Robert Žulj, der vor drei Wochen gegen den SC Freiburg (1:1) sein Startelf-Debüt feierte, es in den folgenden beiden Partien aber nicht in den Kader schaffte. Das Duo kämpft um den Platz von Rupp. Erste Alternative für Geiger ist Eugen Polanski, der schon gegen Wolfsburg für das verletzte Mittelfeldtalent eingewechselt wurde.

Nagelsmann: „Es ist kein Sechs-Punkte-Spiel“

Personalsorgen haben auch die Gladbacher, die auf einige Stammkräfte verzichten müssen. Aber Nagelsmann warnte: „Trotz dieser vielen Ausfälle habe ich gestern händeringend versucht, einen schlechten Spieler im Kader von Dieter Hecking zu finden. Doch den gibt es einfach nicht. Schaut man sich die erste Elf an, spielt da immer noch eine Bundesliga-Mannschaft auf Top-Niveau.“ Genau wie Hoffenheim (38 Punkte) hofft die Borussia (35 Punkte) noch auf den Einzug in den internationalen Wettbewerb. Die Bedeutung des Spiels will Nagelsmann aber nicht überbewerten. „Es ist kein Sechs-Punkte-Spiel, von diesem Begriff bin ich eh kein großer Freund. Natürlich können wir mit einem Sieg Abstand herstellen und unseren aktuellen Platz festigen“, meinte er und ergänzte: „Auch für einen Sieg werden wir wahrscheinlich aber keine sechs Punkte erhalten.“