Nagelsmann: „Zur Not nehmen sich Spieler huckepack“

Vier Punkte aus den letzten zwei Spielen haben die TSG 1899 Hoffenheim wieder näher an die internationalen Plätze herangebracht. Nun geht es im direkten Duell gegen den FC Schalke 04. Für Julian Nagelsmann sind die Rollen klar verteilt.

Mit Lob wollte der Cheftrainer der TSG am kommenden Gegner nicht sparen. Schalke spiele eine „sehr gute Saison“ und wolle mit seinem Kader „sicher nach Europa“. Die Vorzeichen und die Größe des Klubs würden eine andere Tragweite spielen, als es in Hoffenheim der Fall sei. Genau deshalb passe auch das Spiel von Domenico Tedesco so gut nach Gelsenkirchen. „Gegen Schalke bekommt man immer sehr wenige Räume – das ist die Basis ihres Spiels unter Domenico Tedesco. Dabei variieren sie die Angriffshöhe – vor allem nach Führung stehen sie sehr tief und kompakt, manchmal pressen sie aber auch sehr hoch“, zeigte sich Nagelsmann beeindruckt.

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Besonders die Stärke nach Standards zeichnet die Schalker aktuell aus. Bundesweit bekannt dürften dabei mittlerweile die Kopfballfähigkeiten von Naldo sein, die auch Nagelsmann als Schlüssel in der Verteidigung sieht. „Wir müssen versuchen, ihn am Anlaufen zu hindern, ihn da schon zu blocken. Auch ein Spieler seiner Größe ist da zu verteidigen. Zur Not nehmen sich Spieler einfach huckepack“, merkte der 30-Jährige mit einem Schmunzeln an.

Kader dünnt sich aus

Weniger freudig nahm der Trainer die Verletztenmisere zur Kenntnis. Neben dem längerfristigen Ausfall von Mittelfeldspieler Kerem Demirbay muss Nagelsmann die Abstinenz von Dennis Geiger (Oberschenkelzerrung), Nico Schulz (muskuläre Probleme), Serge Gnabry (Erkältung) und Stefan Posch (Schambein, Leiste) für den kommenden Samstag verkraften. „Das ist alles nicht so richtig schön für uns“, fügte der Übungsleiter an.

Interessant dürfte auch der Auftritt von Mark Uth werden. Der Wechsel des Stürmers im Sommer nach Gelsenkirchen steht bereits fest, für den 26-Jährigen dürfte es also ein brisantes Spiel werden. Doch Nagelsmann macht sich keine Sorgen ob einer angeblichen Zwickmühle. „Ich kenne ihn sehr gut und weiß, dass er für uns Vollgas geben wird. Er will ja auch den Menschen auf Schalke zeigen, was er kann. Wir hatten in der vergangenen Saison dieselbe Situation mit Sebastian Rudy und Niklas Süle und die beiden haben auch abgeliefert“, zeigte sich Nagelsmann zuversichtlich. Im Sinne der europäischen Träume in Hoffenheim sollte auch das restliche Team abliefern.