Nationalmannschaft? Füllkrug „würde heulen vor Freude“

Foto: Cathrin Mueller/Bongarts/Getty Images

Niclas Füllkrug hegt nach seinem gescheiterten Wechsel zu Borussia Mönchengladbach keinerlei Groll und wünscht sich eine Vertragsverlängerung bei Hannover 96. Seinen Traum vom Nationalteam sieht er noch weit entfernt.

Mit 14 Ligatoren hatte Füllkrug großen Anteil am Klassenerhalt in der abgelaufenen Saison, auch in der kommenden Spielzeit ist der Stürmer der große Hoffnungsträger bei den „Roten“. Trotz eines lukrativen Angebots von Borussia Mönchengladbach über kolportierte 20 Millionen Euro ließ 96 seinen Torjäger nicht ziehen. Füllkrug, der einem Wechsel durchaus nicht abgeneigt war, ist jedoch keinerlei Enttäuschung über den geplatzten Transfer anzumerken. In den Testspielen präsentiert er sich bislang treffsicher und tritt auch neben dem Platz gewohnt gut gelaunt. „Für mich ist das Thema vom Tisch. Es gab keinen Tag in der Vorbereitung, an dem ich nicht gut drauf war. Ich bin glücklich hier, mir geht‘s gut. Ich konzentriere mich voll auf die Aufgabe hier, will mit 96 wieder erfolgreich sein“, meinte Füllkrug im Interview mit der Bild.

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Statt eines Abschieds soll das Arbeitsverhältnis des Publikumslieblings mit 96 nun sogar ausgedehnt werden. Sein Berater Gunther Neuhaus ließ allerdings verlauten, dass Füllkrug „eine gewisse Erwartungshaltung“ an die Verantwortlichen habe – sprich eine deutliche Gehaltserhöhung. „Eine Vertragsverlängerung wäre doch auch ein positives Signal für 96 und die Fans. Ein gutes Zeichen, wieder eins mehr. Und mein Berater hat das, finde ich, gut ausgedrückt. Es ist doch logisch, dass man eine gewisse Erwartungshaltung hat, wenn so ein Angebot auf dem Tisch liegt und letztlich ausgeschlagen wird. 96 weiß das auch“, sagte der 25-Jährige.

Nationalmannschaft „in meinem Kopf kein Thema“

Füllkrugs Stellenwert im Team ist so groß wie nie, im Angriff ist er gesetzt. Mit einer ähnlichen Treffermarke wie in der Vorsaison könnte der gebürtige Hannoveraner gar ein Kandidat für die Nationalmannschaft werden. Aktuell sind derlei Gedankenspiele für ihn aber noch weit entfernt. „In meinem Kopf ist das kein Thema, ich habe in den letzten Wochen nicht einmal dran gedacht. Ich bin auch nicht in der Position, in der ich was fordern dürfte“, betonte er, stellte aber gleichzeitig klar: „Natürlich wäre es das Allergrößte für mich, für die Nationalmannschaft eingeladen zu werden. Wahrscheinlich würde ich heulen vor Freude. Ich bin entspannt, aber ich kann und will natürlich auch nicht abstreiten, dass das schon immer ein großer Traum von mir war und ist.“