Ōsako: Der Mann für die Zwischenräume

Foto: Christof Koepsel/Getty Images

Yūya Ōsako wechselte in der laufenden Transferperiode vom Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln zum SV Werder Bremen. Aufgrund seiner WM-Teilnahme verpasste der Japaner die Anfangsphase der Saisonvorbereitung. Nun ist der Stürmer in Bremen angekommen und setzt direkt erste Akzente.

Im Testspiel gegen VVV Venlo (1:1) ersetzte Ōsako Martin Harnik nach einer halben Stunde und konnte in der verbleibenden Spielzeit für Alarm in der gegnerischen Gefahrenzone sorgen. „Yūya hat das sehr gut gemacht“, lobte Cheftrainer Florian Kohfeldt. „Er hat die richtigen Zwischenräume besetzt, hatte selbst immer wieder tiefe Läufe und Torgefahr und hat darüber hinaus auch gute Impulse im Gegenpressing gesetzt.“ Der erste Eindruck ist gelungen, obwohl der 28-Jährige noch kein einziges Mannschaftstraining mit seinen neuen Teamkollegen absolviert hat. „Ich habe vier Tage lang individuell trainiert. Dann direkt zu spielen war in der ersten Halbzeit nicht ganz so einfach, in der zweiten Hälfte lief es dann aber schon besser“, sagte Ōsako.

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Der quirlige Offensivspieler ist kein typischer Mittelstürmer, der mit dem Rücken zum Tor angespielt werden sollte. „Ich habe meine Stärken eher in den Zwischenräumen“, bestätigte Ōsako Kohfeldts Einschätzung. Sein erster Auftritt im Trikot der Grün-Weißen zeigte, dass er dank seiner feinen Technik auch Situationen auf engstem Raum aufzulösen vermag. Nur mit dem Abschluss klappte es gegen Venlo noch nicht. „Das müssen wir in Zukunft besser machen. Wir haben uns viele Chancen herausgespielt und müssen dann auch mehr Tore machen“, sagte Ōsako. Am kommenden Samstag reisen die Norddeutschen ins zweite Trainingslager nach Grassau am Chiemsee. Dort bleibt ihnen noch genug Zeit, an den letzten Feinheiten zu feilen.