Papadopoulos: Wettstein kündigt Konsequenzen an

Mit blassem Gesicht trat HSV-Vorstand Frank Wettstein nach den schmerzlichen Auflösungserscheinungen beim Bundesliga-„Dino“ vor die Kameras und kündigte Konsequenzen an – für die Gewalttäter und für den einstigen Vorkämpfer Kyriakos Papadopoulos.

„Wir werden solche Aussagen nicht tolerieren“, sagte Wettstein mit ernstem Blick. „Er hat sich und uns keinen Gefallen getan. Er hat nicht das Recht, die sportliche Situation zu ignorieren.“ Sogar eine Suspendierung des Griechen scheint nicht ausgeschlossen. Nach dem schweren Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt gegen Hertha BSC (1:2) hatte der Abwehrspieler seine Nichtberücksichtigung öffentlich kritisiert. Es sei „total schade, dass ich nicht spiele und dass manche erfahrene Spieler nicht in der Mannschaft waren“, sagte der 26-Jährige, der in der Vorsaison das Gesicht der Rettung war.

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Sieben Spiele hat der taumelnde Klub noch, sieben Punkte Rückstand sind es dank der Patzer der Konkurrenz weiterhin bis zum Relegationsrang. Aber Wettstein, nach dem Aus von Heribert Bruchhagen alleiniger Vorstand des Klubs, will weiter an das Wunder von der Elbe glauben. „Wir können natürlich auch die Tabelle lesen“, sagte er, aber sei noch „nicht der Moment“ gekommen, „in dem man sagt: ‚Das ist nicht mehr möglich.‘ Es wird halt immer schwieriger.“ In der Länderspielpause muss Trainer Christian Titz nun vor allem daran arbeiten, dass sich die Mannschaft nicht völlig auflöst. Papadopoulos kündigte in seiner kleinen Wutrede bereits an, in der 2. Liga nicht mehr für den HSV spielen zu wollen, gestandene Profis wie Dennis Diekmeier, Mergim Mavraj, Walace, André Hahn und Sven Schipplock schafften es gegen Hertha nicht einmal in den Kader. Schwer vorstellbar, dass Titz sie von seinem Weg überzeugen kann.

(sid)