Passlacks Zukunft in Hoffenheim ungewiss

Die Leihe von Felix Passlack von Borussia Dortmund zur TSG 1899 Hoffenheim läuft bislang nicht wie von den Beteiligten erhofft. Die Verantwortlichen erwägen nun, das Geschäft frühzeitig zu beenden.

Lediglich zwei Bundesliga- und zwei Europa League-Spiele absolvierte Passlack in der abgelaufenen Saison für die Kraichgauer. Dafür lief er zwölf Mal für die Zweitvertretung der TSG in der Regionalliga Südwest auf. Der mittlerweile 20-Jährige sei im vergangenen Sommer als „Top-Talent von Borussia Dortmund in einem nicht ganz optimalen Zustand zu uns gekommen“, erklärte Hoffenheims Sportdirektor Alexander Rosen dem Kicker. Seither ist seine Entwicklung nicht wie gewünscht verlaufen. „Gerade in der Phase, in der er Chancen auf Einsätze gehabt hätte und wir ihn auch gebraucht hätten, hat er sich schwer getan. Er war aus verschiedensten Gründen nicht bereit dafür“, meinte Rosen.

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Die TSG war in der Hinrunde der vergangenen Spielzeit der Dreifachbelastung ausgesetzt und hätte Passlack gebrauchen können. Zu genau diesem Zeitpunkt befand sich der U20-Nationalspieler allerdings im Formtief. „Als er in der Rückrunde stärker wurde, hatten wir weniger Spiele und zwei Akteure in Top-Form auf seiner Position“, meinte Rosen. An den gesetzten Außenverteidigern Nico Schulz und Pavel Kadeřábek war auf beiden Seiten kein Vorbeikommen. Mit Joshua Brenet von der PSV Eindhoven kommt nun ein weiterer Konkurrent für die Defensive hinzu. „Wir müssen schauen, was Sinn macht“, sagte Rosen und bestätigte, dass der Verein mit Passlacks Beratern im Austausch steht.

Rechtsverteidiger will den Vertrag erfüllen

Kürzlich war das Gerücht aufgekommen, Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf zeige Interesse an einer Verpflichtung des Rechtsverteidigers. Passlacks eigentlicher Plan war jedoch ein anderer. „Ich möchte mich hier durchsetzen. Ich habe einen laufenden Vertrag bis 2019 in Hoffenheim, den ich erfüllen möchte“, hatte der gebürtige Bottroper noch im Januar im Lattenkreuz-Interview gemeint. Die Atmosphäre im Kraichgau empfand er als durchweg positiv: „In Hoffenheim kann man sich als junger Spieler hervorragend entwickeln, in Ruhe arbeiten und zeigen, was man kann.“