Pohjanpalos Pechsträhne hält an

Bayer 04 Leverkusen hat im Saison-Endspurt ein Offensivproblem. Nutznießer hätte Edelreservist Joel Pohjanpalo werden können. Der Finne allerdings wird weiterhin vom Pech verfolgt und muss auf eine neue Chance warten.

Hinter Lucas Alario und Kevin Volland ist Pohjanpalo nur dritte Kraft im Bayer-Sturm. Gerade einmal sieben Einsätze absolvierte der Finne in der laufenden Bundesliga-Saison, immerhin gelang ihm dabei ein Treffer. Sein Potenzial stellte der 23-Jährige schon öfter unter Beweis, so traf er beispielsweise am zweiten Spieltag der zurückliegenden Spielzeit innerhalb von 18 Minuten dreifach gegen den Hamburger SV (3:1).

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Nun ist Alario aktuell rot-gesperrt und steht für drei Spiele nicht zur Verfügung. Das erste, ein 0:0 gegen Augsburg, hat Bayer bereits hinter sich. Dabei wurde deutlich, dass den Rheinländern im Spiel nach vorne die Durchschlagskraft fehlt. Ohne Alario erzeugt Bayer kaum Gefahr. Der Argentinier war bis zu seiner Sperre in starker Form, seine Abwesenheit hinterlässt eine Lücke. Volland kann diese nicht schließen. Der 25-Jährige ist inzwischen seit neun Bundesliga-Einsätzen ohne Treffer. Bezeichnend dafür vergab er gegen Augsburg eine Riesenchance, als er nach rund einer Stunde frei auf das Tor der Fuggerstädter zulief, dabei allerdings von Martin Hinteregger eingeholt wurde.

Nun schien der perfekte Zeitpunkt für Pohjanpalo gekommen: Bayer hat seit zwei Partien nicht getroffen, Alario ist gesperrt und Volland außer Form. Doch wie so oft macht Pohjanpalo eine Verletzung einen Strich durch die Rechnung. Der Finne laboriert an einer Sprunggelenksblessur und befindet sich zur Zeit nur im Aufbautraining. Auch am kommenden Montag (20.30 Uhr) bei RB Leipzig wird Pohjanpalo ausfallen. Dabei wäre ein Einsatz des Finnen so gut wie sicher gewesen.