Rashica schiebt sich in die Pole-Position

Foto: Lukas Schulze/Bongarts/Getty Images

Werder Bremens Winter-Neuzugang Milot Rashica musste sich in der vergangenen Rückrunde erst an das Tempo und die Intensität der Bundesliga gewöhnen. In der kommenden Saison will der 22-Jährige richtig angreifen.

Das Potenzial für einen Stammplatz hat der Flügelstürmer allemal. Der Kosovare zeigte in der Vorbereitung sowohl im Training als auch in den Testspielen immer wieder ansprechende Leistungen. Das Paradebeispiel hierfür ist ein Volleytreffer aus 20 Metern, den Rashica im Trainingslager in Grassau erzielt hatte und der die Zuschauer staunend zurückließ. Aber auch sonst überzeugte der Rechtsaußen mit seiner enormen Spritzigkeit. „Milot kam im Winter relativ spät zu uns, er hatte keine Vorbereitung. Und er brauchte Zeit, sich an die Intensität der Bundesliga zu gewöhnen. Die Art und Weise, wie wir spielen“, meinte Werder-Geschäftsführer Frank Baumann laut meinwerder.de.

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Diese Eingewöhnungsphase scheint sich dem Ende entgegen zu neigen. „Milot macht wirklich schon in der Vorbereitung einen sehr, sehr guten Eindruck“, fuhr Baumann fort. Der Offensivspieler arbeitet fleißig an seinem Deutsch und an seinem Defensivverhalten. „Milot ist diszipliniert und lernwillig“, sagte Baumann. „Er braucht die Vorbereitung, das haben wir gewusst und gesagt. Sie tut ihm gut.“ Nach nur neun Bundesliga-Einsätzen in der zweiten Saisonhälfte 2017/18 erkämpft Rashica sich nun allmählich die Pole-Position auf einen Startelfplatz im Bremer Sturm neben dem neuen Kapitän Max Kruse.

Baumann: „Milot kann richtig spannend werden“

Dabei ist sein vielleicht größter Konkurrent ausgerechnet der Mann, wegen dem Rashica beinahe gar nicht an die Weser gewechselt wäre. Cheftrainer Florian Kohfeldt wollte im Winter ursprünglich Martin Harnik für die Offensive verpflichten. Der Österreicher erschien ihm mit seiner Bundesliga-Erfahrung für den Abstiegskampf geeigneter. Der Verein wurde sich mit Hannover 96 allerdings finanziell nicht einig. So holten sich die Norddeutschen mit Rashica einen Spieler für die Zukunft. Harnik wechselte ein halbes Jahr später schlussendlich doch nach Bremen und will sich nun ebenfalls für einen Stammplatz empfehlen.

Die besten Karten hat dem Vernehmen nach aber Rashica. Der kosovarische Nationalspieler bringt mit seinem schnellen Antritt und seiner Wendigkeit eine neue Qualität ins Werder-Spiel. Außerdem steht er erstmals seit seinem Wechsel nach Bremen voll im Saft. Auch Baumann ist von den Fähigkeiten des Rechtsfußes überzeugt, möchte die Erwartungshaltung allerdings nicht unnötig anheizen. „Von mir wird es keinen Spruch geben, dass er der nächste Superstar ist“, meinte der 42-Jährige und fügte an: „Aber er hat definitiv richtig viel Potenzial und kann noch mehr. Da kommt noch einiges, Milot kann richtig spannend werden.“