RB gegen Gladbach: Duell der Wechselhaften

Ein echtes Spitzenspiel gibt es am Samstagabend: Borussia Mönchengladbach empfängt Vizemeister RB Leipzig. Die siebtplatzierten Gladbacher könnten mit einem Sieg an den Sachsen vorbeiziehen, die wiederum Anschluss an die oberen Ränge halten wollen. Beide Mannschaften kämpften zuletzt mit unkonstanten Leistungen.

Dieter Heckings Gladbacher verloren zum Auftakt mit 1:2 gegen den Tabellenletzten 1. FC Köln, schlugen dann den FC Augsburg mit 2:0 und verloren anschließend erneut, diesmal mit 0:2 gegen Eintracht Frankfurt. Der Trainer nannte dafür verschiedene Gründe: „In Köln und Frankfurt war das Spielglück nicht auf unserer Seite. Sonst hätten wir da sicherlich auch gepunktet. Dass wir in den letzten Wochen mit ein paar Schiedsrichterentscheidungen nicht ganz glücklich waren, haben wir auch thematisiert.“ Gegen RB gelte es, „Möglichkeiten zu kreieren und auch die nötige Durchschlagskraft entwickeln“. Probleme könnte dabei die prekäre Personalsituation machen: Mit Yann Sommer, Oscar Wendt, Ibrahima Traoré, Fabian Johnson, Tobias Strobl, László Bénes, Raffael, Julio Villalba und Mamadou Doucouré fehlen dem Kader aktuell neun Spieler.

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Nur ein Sieg aus den letzten sieben Spielen steht für die „Roten Bullen“ in der Statistik. Grund genug also, aus dem Duell mit der Borussia das Maximum herauszuholen. Sein Team habe „den Mut und die Überzeugung, zu gewinnen“, betonte Leipzigs Coach Ralph Hasenhüttl. Mit 32 Punkten finden er und seine Schützlinge sich momentan auf dem sechsten Rang wieder. Besonders defensiv hat Hasenhüttl nicht viel Auswahl, da macht sich der lange Ausfall von Marcel Halstenberg schmerzlich bemerkbar. Zudem fehlt Emil Forsberg. Wintertransfer Ademola Lookman könnte am Samstag dagegen bereits zu seinem ersten Einsatz für sein neues Team kommen. Sportdirektor Ralf Rangnick sprach von dem 20-Jährigen als „torgefährlicher Mittelfeldspieler“.

Borussia Mönchengladbach: Sippel – Elvedi, Ginter, Vestergaard, Jantschke – Kramer, Zakaria – Herrmann, Grifo – Hazard, Stindl

RB Leipzig: Gulácsi – Klostermann, Orban, Upamecano, Bernardo – Keïta, Kampl – Sabitzer, Bruma – Werner, Poulsen

Sowohl die Gastgeber als auch die Sachsen taten sich in den letzten Spielen schwer gegen tiefstehende Gegner. Eine Partie gegen einen Konkurrenten auf Augenhöhe kommt deshalb gerade recht. Gladbach wird versuchen, die Leipziger Anfälligkeit bei Standardsituationen auszunutzen. RB dürfte sich auf schnelles Umschaltspiel verlegen, denn dort liegen die Schwächen der „Fohlen“-Defensive um Matthias Ginter.