Rebić sorgt für Rückenwind vor dem Supercup

Foto: Christof Stache/AFP/Getty Images

Kurz vor dem Supercup gegen den FC Bayern München (Sonntag, 20.30 Uhr) hat Eintracht Frankfurt den Vertrag mit Ante Rebić verlängert. Dennoch befinden sich die Hessen mitten im Umbruch.

Rebić grinste auf der Pressekonferenz am Freitag schelmisch in die Kameras. „Wir haben schon einmal gezeigt, dass wir die Bayern schlagen können“, sagte der kroatische WM-Fahrer, dessen Vertragsverlängerung bis 2022 kurz vor dem Supercup für neuen Rückenwind bei der Eintracht sorgt. „Auch wenn unser Trainer jetzt ihr Trainer ist – wir werden eine gute Leistung zeigen und schauen, was dann passiert.“ Die Nachricht, dass Rebić trotz der lukrativen Angebote aus dem Ausland am Main bleibt, überlagerte am Freitag endgültig die Supercup-Rückkehr von Trainer Niko Kovač, der die Hessen in der vergangenen Saison zum DFB-Pokalsieg gegen die Bayern (3:1) geführt hatte und dann nach München gewechselt war.

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„Das ist ein ganz starkes Zeichen vom Verein und von Ante“, sagte Kovač-Nachfolger Adi Hütter. „Er ist ein Zugpferd, ein Schlüsselspieler. Ich freue mich darauf, weiter mit ihm zusammenzuarbeiten.“ Den Supercup wolle sein Team „natürlich“ gewinnen. Der Wettbewerb habe einen „hohen Stellenwert“, es gehe schließlich um einen Titel: „Wir wissen aber auch, dass wir gegen die beste Mannschaft Deutschlands spielen.“ Rebić war auch bei den Münchnern ins Gespräch gebracht worden, die Gerüchte hielten sich aber nicht lange. Kovač gratulierte am Freitag zur Vertragsverlängerung. „Das spricht für den Klub und die Ambitionen des Klubs. Ante fühlt sich in Frankfurt sehr wohl. Er ist ein Idol in Frankfurt“, sagte der Kroate.

Eintracht dennoch mitten im Umbruch

Allerdings müssen die Hessen auch mit Rebić einen Umbruch meistern. Kovač war der Architekt des immensen Erfolgs der Vorsaison. Zudem haben sich andere wichtige Spieler wie Torwart Lukáš Hrádecký (Bayer 04 Leverkusen), Kevin-Prince Boateng (Sassuolo Calcio) und Marius Wolf (Borussia Dortmund) anders als der Stürmer für einen Wechsel entschieden. Diesen Verlust der „absoluten Schlüsselspieler“ (Hütter) haben die Verantwortlichen noch nicht kompensieren können. Die Neuzugänge überzeugten in der Vorbereitung nicht wirklich und Nicolai Müller, der prominenteste Neue, ist verletzt. Timothy Chandler und Jetro Willems sind leicht angeschlagen, werden aber wohl rechtzeitig fit.

Die Zweifel an der Qualität oder der Breite des Kaders für die Spiele in drei Wettbewerben könnten mit einer klaren Niederlage gegen die Bayern daher neue Nahrung erhalten. In gewisser Weise wird die Partie, die in mehr als 200 Ländern gezeigt wird, also ein Gradmesser. Auch wenn Hütter auf Zeit spielt. „Der Umbruch ist ein laufender Prozess, der Zeit benötigt“, sagte der 48-Jährige, der mit den Hessen in der Woche nach dem Supercup in der ersten Runde des DFB-Pokals beim SSV Ulm 1846 und wiederum eine Woche später zum Bundesliga-Auftakt beim SC Freiburg antreten wird.

(sid)