Regensburger Erfolgsgeschichte

Der SSV Jahn Regensburg zählt in der laufenden Saison zu den größten Überraschungsmannschaften. Der Aufsteiger überwintert auf Rang acht. Vor zwei Jahren fanden sich die Oberpfälzer noch in der Regionalliga wieder.

Im Sommer 2015 stieg der Jahn als Tabellenletzter in die Regionalliga ab. Mit Heiko Herrlich auf der Trainerbank gelang Regensburg der sofortige Wiederaufstieg. Der Ex-Profi hatte das Amt in der Winterpause von Christian Brand übernommen. Nach einem vielversprechenden Start in Liga drei rutschte der Jahn ins Niemandsland der Tabelle ab. Dank einer starken Rückrunde kämpfte sich der Aufsteiger wieder an die vorderen Plätze heran. Am vorletzten Spieltag kletterte die Herrlich-Elf auf Platz drei. In der Aufstiegs-Relegation zur 2. Bundesliga wartete auf Regensburg schließlich der TSV 1860 München.

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Nach einem 1:1-Unentschieden im Hinspiel machten die Oberpfälzer dank eines 2:0-Erfolgs in der Allianz Arena den Durchmarsch ins deutsche Fußball-Unterhaus perfekt. Für einen Paukenschlag sorgte im Sommer Übungsleiter Herrlich, der den Verein Richtung Bayer 04 Leverkusen verließ. Als Nachfolger präsentierten die Verantwortlichen Achim Beierlorzer, der zuvor die U19 von RB Leipzig betreut hatte. In den ersten Wochen der aktuellen Spielzeit fand sich der Aufsteiger im Tabellenkeller wieder. Ende Oktober nahm der Jahn jedoch Fahrt auf. Aus sieben Ligaspielen fuhr die Mannschaft von Trainer Beierlorzer 16 Punkte ein und schob sich dadurch in die obere Tabellenhälfte vor.

Großen Anteil am erfolgreichen Abschneiden hat Kapitän Marco Grüttner. Der 32-Jährige ist mit sechs Treffern und vier Torvorlagen der Topscorer seiner Mannschaft. Hinter dem Routinier folgt überraschenderweise ein Innenverteidiger. Marvin Knoll war in 17 Ligaspielen an sieben Toren direkt beteiligt (drei Tore, vier Vorlagen).