Reschke: Korkut war der „absolute Wunschkandidat“

Sportvorstand Michael Reschke verteidigt den umstrittenen Trainerwechsel beim VfB Stuttgart. Die Qualitäten des neuen Trainers Tayfun Korkut hob er hervor und bedauerte die heftigen Reaktionen der Anhängerschaft.

Korkut war laut Reschke der Wunschkandidat auf den Trainerposten beim VfB als Nachfolger des entlassenen Hannes Wolf. „Wir haben einen absoluten Wunschkandidaten verpflichtet. Tayfun arbeitet super professionell, sehr intelligent und durchdacht. Der Faden zur Mannschaft ist jetzt schon sehr eng geknüpft“, sagte Reschke bei Sky Sport News HD. Am Samstag hatten die Schwaben unter Korkut bei dessen Debüt ein 1:1 beim VfL Wolfsburg geholt.

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Reschke stellte nochmals klar: „Wenn man so lange im Geschäft ist wie ich, kann man Trainer einschätzen und weiß mehr als das in der Öffentlichkeit vielleicht rüberkommt. Die Entscheidung für dieses Trainerteam ist mit einer tiefen Überzeugung nach Gesprächen mit Tayfun getroffen worden.“ Zu den Bedenken einiger VfB-Fans meinte der 60-Jährige: „Das Umfeld lebt diesen Klub mit einer Intensität, die beeindruckend ist. Dann machen sich Menschen Sorgen. Das kanalisiert sich dann in Aussagen, die teilweise ein bisschen grenzwertig sind in ihrer Schärfe, aber das muss man respektieren.“

Reschke: „Gibt nur eine Währung, das sind Punkte“

Alle Entscheidungen seien ausgewogen gefallen, betonte Reschke. „In der Bundesliga gibt es nur eine Währung, und das sind Punkte. Daran werden wir arbeiten, dass wir die nötigen Punkte holen werden. Das ist das Wesentliche und Wichtige, und darauf konzentrieren wir uns jetzt“, so der Verantwortliche. Positive Neuigkeiten gab es beim Personal. Am Sonntag stieg Holger Badstuber, der die letzten zwei Partien mit Adduktorenproblemen verpasste, wieder ins Teamtraining ein. „Ich habe ihn gefragt, wie es war. Er meinte, er hätte ein gutes Gefühl gehabt“, sagte Korkut laut Stuttgarter Zeitung nach der Einheit.

(tku/sid)