Reschke wegen Akolos Fehlen verärgert

Der VfB Stuttgart unterlag dem 1. FSV Mainz 05 am Samstag mit 2:3. Sportvorstand Michael Reschke äußerte sich nun unter anderem zur Leistung gegen die Rheinhessen und zum Fehlen von Chadrac Akolo.

Der Angreifer hatte für die Partie bei den „Nullfünfern“ keine Spielberechtigung vorliegen. Die Hintergründe legte Reschke in einem vereinsinternen Interview offen. „Nicht-EU Ausländer benötigen eine gültige Aufenthaltsgenehmigung, um eine Spielberechtigung für die Bundesliga zu bekommen. Eine solche Aufenthaltsgenehmigung liegt für Chadrac vor und diese wurde bereits am 9. August 2017 beim VfB eingescannt und hochgeladen“, erklärte der Verantwortliche.

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Dieses Dokument habe die DFL laut Reschke „angeblich nicht erhalten, sodass bei der DFL nur die vorrübergehende Aufenthaltsgenehmigung von Chadrac Akolo hinterlegt war. Und diese endete just am 20. Januar 2018, also am Tag des Spiels.“ Mit dem Ende der Aufenthaltsgenehmigung erlosch automatisch Akolos Spielberechtigung. Ein Präzedenzfall liege nicht vor. Dennoch kritisierte der Funktionär, dass die DFL keine rechtzeitige Warnung aussprach: „In unserem Fall gab es keinen rechtzeitigen Hinweis von der DFL über die bevorstehende Streichung des Spielers von der Spielberechtigungsliste. Hier müssen sich alle Beteiligten die Frage nach einem künftigen Warnsystem stellen.“

Obwohl der VfB keinen Einspruch gegen die Wertung der Partie einlegen wolle, betonte der Sportvorstand, dass die Schwaben benachteiligt wurden: „Die Thematik hatte ohne Zweifel maßgeblichen Einfluss auf die Spielvorbereitung. Die Mannschaft wurde vom Trainerteam während der Trainingswoche unter völlig anderen Vorzeichen auf das Spiel vorbereitet, das musste kurzfristig geändert werden. Wir haben im Bus auf der Fahrt ins Stadion erfahren, dass wir unseren derzeit treffsichersten Offensivspieler ersetzen müssen. Das schüttelt keine Mannschaft so einfach aus den Kleidern.“

Verantwortlicher fordert Mentalität gegen Schalke

Trotz des Fehlens von Akolo ging der VfB in Mainz in Führung, konnte diese allerdings nicht über die Zeit bringen. Reschke zeigte sich von der Leistung der Stuttgarter enttäuscht: „Wir haben nicht so gespielt, wie man in der Bundesliga auftreten muss. Das war umso enttäuschender, weil wir bei einem direkten Konkurrenten gespielt haben, den wir mit einem Sieg deutlich auf Distanz gehalten hätten. Gemeinsam mit der Mannschaft werden alle sportlich Verantwortlichen, wie nach jedem Spiel, die Gründe für die Leistung in den kommenden Tagen ansprechen und aufarbeiten.“

Gegen den FC Schalke 04 gehe es am kommenden Samstag (15.30 Uhr) „zu allererst darum, wieder die richtige Mentalität zu beweisen. Ab Dienstag werden wir alle gemeinsam alles darauf ausrichten, damit am Samstag jeder im Stadion wieder das Team zu sehen bekommt, das wir kennen und dem wir vertrauen“, sagte Reschke. Der VfB habe „nach wie vor eine ordentliche Ausgangsposition in der Tabelle. Und wir sind absolut davon überzeugt, dass wir unser Saisonziel erreichen.“