Reuter zeigt Verständnis für zurückhaltende Fußball-Profis

Foto: Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images

FCA-Geschäftsführer Stefan Reuter zeigt Verständnis für das zurückhaltende Verhalten von Fußball-Profis in der Öffentlichkeit. Martin Hinteregger hatte sich zuvor extrem kritisch zur aktuellen Entwicklung des Fußballs geäußert.

„Sobald du dich äußerst, musst du dich erklären und rechtfertigen“, sagte Reuter der Augsburger Allgemeinen. „Wenn Spieler sich öffnen, bekommen sie kaum noch Ruhe, weil es oft medial größer gemacht wird. Daher verhalten sie sich in der Öffentlichkeit passiver.“ Spieler müssten lernen, damit umzugehen, sagte Reuter, Weltmeister von 1990. „Durch die Handy-Generation“ könne sich kein Spieler sicher sein, dass er „nicht beobachtet“ werde.

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FCA-Profi Hinteregger hatte sich am Donnerstag kritisch zur aktuellen Entwicklung geäußert. „Als Profi-Fußballer kannst du nicht mehr du selbst sein. Es wäre schön, wenn man das sagen könnte, was man denkt. Und nicht das, was man sagen muss, damit es ruhig bleibt“, sagte der 25-jährige Österreicher im Trainingslager des FCA in Längenfeld. In seinem Privatleben steuert Hinteregger bereits gegen den Trend. Er ersetzte sein Smartphone durch ein altes Klapphandy. „Da bekommst du 80 Prozent weniger Nachrichten, dafür hast du viel mehr Zeit und Ruhe“, sagte er.

(sid)