Rosen genervt von „eindimensionaler Berichterstattung“

Die ständigen Spekulationen um die Zukunft von Trainer Julian Nagelsmann ärgern Alexander Rosen. Der TSG-Sportdirektor stellt klar, dass der Coach bis 2019 bleibt und noch kein Nachfolger gesucht wird.

Seit Monaten ist es ein Dauerthema im Umfeld der TSG: Bleibt Nagelsmann oder geht er? Und wenn ja, wann? Borussia Dortmund und dem kommenden Gegner FC Bayern München wurde Interesse an dem 30-jährigen Übungsleiter nachgesagt. Rosen echauffierte sich am Donnerstag im Interview mit dem SID über die Dauer-Gerüchte. „Es belastet nicht die Mannschaft, nicht den Trainer und nicht einzelne Spieler. Aber ich möchte nicht bestreiten, dass diese permanente eindimensionale Berichterstattung – und zwar völlig unabhängig von dem, was wir sagen – eine Stimmung erzeugt, die das Umfeld belastet“, äußerte er Unverständnis über die ständige Thematisierung der Trainersituation. „Wir können differenzieren, viele im Umfeld nicht. Es wird auf Meldungen reagiert, die fast ausnahmslos spekulativen Charakter haben.“

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Besonders genervt war der Sportchef davon, dass die TSG-Verantwortlichen die öffentliche Debatte selbst kaum beeinflussen können. So bestätigte Nagelsmann bereits, dass er mindestens solange Trainer in Hoffenheim bleibe, bis seine Ausstiegsklausel im Jahr 2019 greift. Die Spekulationen rissen dennoch nicht ab. „Wie ich hat auch er sich über das Ignorieren selbst klarster Aussagen gewundert. Wir können sagen, was wir wollen – es wird nur berichtet, was die Geschichte am Laufen hält“, klagte Rosen. „Unsere Aussagen werden als Ausreden, als Taktieren oder als Vorbereiten einer Ablösesumme definiert. Auf die Idee, dass es die Wahrheit sein könnte, kommt niemand.“

Rosen: „Gibt keine Trainer-Task-Force“

Mit dem Szenario, dass Nagelsmann seine Ausstiegsklausel 2019 nutzt, um die TSG zu verlassen, muss Rosen dennoch rechnen. Noch beschäftigt sich der 38-Jährige aber nicht mit einer mögliche Nachfolge, wie er betonte: „Es gibt hier keine Trainer-Task-Force und wir treffen uns nicht mit Kandidaten, weil wir uns über dieses Thema keine konkreten Gedanken machen müssen.“ Zuletzt war unter anderem David Wagner, der aktuell den englischen Erstligisten Huddersfield Town betreut, als künftiger Hoffenheim-Coach gehandelt worden.