Rosen über Nagelsmann-Nachfolge: „Wir machen uns gar keinen Druck“

Foto: Simon Hofmann/Bongarts/Getty Images

Sportchef Alexander Rosen von der TSG 1899 Hoffenheim hat nach eigenen Angaben noch keine Kandidatenliste für die Nachfolge des scheidenden Erfolgstrainers Julian Nagelsmann erstellt. Den 31-Jährigen zieht es zu RB Leipzig.

„Wir haben klar gesagt, dass wir im Winter Klarheit haben möchten. Bis dahin ist noch viel Zeit und wir machen uns gar keinen Druck, jetzt schon ins Detail zu gehen“, sagte Rosen der Sport Bild. Nagelsmann hatte bereits im Juni bekannt gegeben, dass er in der übernächsten Saison den Hoffenheimer Ligarivalen RB Leipzig betreuen wird. Dass der Coach bis dahin alles für die TSG geben wird, steht für Rosen „ohne jeden Zweifel“ fest. Nagelsmann selbst hatte zuletzt gesagt, dass er mit Hoffenheim zum Abschied sogar deutscher Meister werden wolle.

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Die Vorbereitung lässt jedenfalls ein starkes Team vermuten. Zuletzt fertigte Hoffenheim den SC Heerenveen (8:2) und Chievo Verona (5:0) mit Kantersiegen ab. Die Kraichgauer starten am 24. August mit dem Auswärtsspiel beim FC Bayern in die neue Spielzeit. In der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals tritt die TSG am 18. August bei Zweitliga-Absteiger 1. FC Kaiserslautern an. Mit Blick auf die erste Spielzeit der Hoffenheimer in der Champions League gab Rosen erneut zu Protokoll, dass man nicht nur antrete, „um die Hymne zu hören und drei schöne Stadien“ zu sehen: „Wir sind maximal ehrgeizig. Wir wollen einen Abdruck in Europa hinterlassen.“

Kramarić-Verkauf bleibt ein Thema

Rosen ist zudem zuversichtlich, dass Vize-Weltmeister Andrej Kramarić bei diesem Unterfangen dabei sein wird. Allerdings schließt der Sportchef einen Verkauf des Kroaten bei einem entsprechend hohen Angebot auch weiterhin nicht aus. Kramarić weilt seit diesem Mittwoch wieder im Kraichgau. „Ich freue mich, dass ich wieder hier bin. Die WM war ein großartiges Erlebnis für mich, aber jetzt bin ich gespannt auf die neuen Herausforderungen mit der TSG“, sagte der Offensivspieler. Der 27-Jährige konnte aufgrund einer leichten Innenbanddehnung im Knie noch nicht mit der Mannschaft trainieren und absolvierte deshalb nur interne medizinische Tests. Für das Pokalspiel in Lautern ist Kramarić nicht eingeplant. „Wir wollen kein Risiko eingehen. Gerade auf Grund des späten Einstiegs in die Vorbereitung. Es geht darum, ihn verantwortungsvoll und vorsichtig wieder in das Training und das Team zu integrieren“, sagte Rosen.

(cbe/sid)