Rummenigge über Lewandowski: „Unsere Tür bleibt zu“

Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat dem Wechselwunsch von Torjäger Robert Lewandowski eine weitere öffentliche Absage erteilt und diese mit der „Philosophie“ des deutschen Rekordmeisters begründet. Die Debatte um Mesut Özil nahm er derweil zum Anlass, um die Spielerberater im Profifußball zu kritisieren.

Der Verein, sagte Rummenigge gegenüber der tz, wollte „bei Robert auch ganz klar ein Exempel statuieren, um intern wie extern zu zeigen: Bayern München tickt hier völlig anders als andere Klubs, die bei Preis X schwach werden. Wir wollten zeigen: Unsere Tür bleibt zu.“ Die Münchner seien mit Lewandowski „total zufrieden, auf dieser Position gibt es wenig Vergleichbares, und demnach liegt es auch nicht in unserem Interesse, ihn abzugeben – ganz egal, ob jemand 100 oder 150 Millionen auf den Tisch legt“, sagte Rummenigge. Zuvor hatte Trainer Niko Kovač bereits klar Stellung zur Personalie bezogen. „Die Top-Qualität, über die wir verfügen, bleibt bei Bayern München“, sagte Rummenigge in aller Deutlichkeit.

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Die Özil-Debatte sei eine „Phantomdiskussion“, sagte der Vorstandschef des FC Bayern, „mit Rassismus hat sie überhaupt nichts zu tun.“ Das sei „eine Fabel, die von seinen Beratern erzählt wird“, sagte Rummenigge der Sport Bild. Ihn nerve ohnehin: „Die Berater geben heute immer mehr die Statements und die Interviews. Das ist teilweise wie Märchenstunde.“ Özil hatte in einer dreiteiligen Stellungnahme in den sozialen Netzwerken gegen den DFB und die Medien ausgeteilt und „Rassismus und fehlenden Respekt“ angeprangert. DFB-Präsident Reinhard Grindel unterstellte er „Inkompetenz“ und trat aus der Nationalmannschaft zurück. Wie bereits Bayern-Präsident Uli Hoeneß sprach Rummenigge dem Ex-Weltmeister den sportlichen Wert ab. Der Spielmacher des FC Arsenal „war nie ein Spieler, mit dem wir uns auch nur zu einem Prozent beschäftigt haben“, sagte der 62-Jährige. „Wenn wir in London gespielt haben, hat Uli immer gesagt: ‚Hoffentlich spielt der heute‘.“

(cbe/sid)