Ruthenbeck fordert: „Müssen lernen, Dreck zu fressen“

Acht Punkte fehlen dem 1. FC Köln bis zum rettenden Ufer. Für FC-Trainer Stefan Ruthenbeck ist das aber kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Auch vor dem Derby gegen Bayer Leverkusen am Sonntag (15.30 Uhr) hat er die Hoffnung auf den Klassenerhalt noch nicht aufgegeben.

Ruthenbeck sparte auf der Pressekonferenz am Freitag nicht mit Lob für den kommenden Kontrahenten. „Wir treffen auf einen Gegner, der oft gewonnen hat. Sie spielen attraktiven Fußball. Sie haben viel Tempo vorne und viele Jungs, die man kennt – auch international. Sie haben definitiv eine gute Mannschaft. Leverkusen hat immer einen klaren Matchplan. Sie werden uns nicht unterschätzen“, äußerte er seinen Respekt gegenüber der „Werkself“. Der 45-Jährige ließ die Leverkusener aber auch wissen, „dass eine Mannschaft kommt, die Bock auf das Derby hat“.

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Seinen eigenen Spielern gab er einen Rat mit auf den Weg. „Wir müssen lernen, Dreck zu fressen“, machte er deutlich. „Es ist eine interessante Aufgabe. Wir müssen alles abrufen. Wir haben noch Hoffnung. Die Mannschaft hat gut trainiert und zieht mit. Wir geben nicht auf.“ Dafür muss aber auch die Abwehr wieder stabiler werden. In den letzten beiden Partien bekamen die Kölner jeweils drei Gegentore. „Wir haben zu viele Gegentore bekommen“, wollte auch Ruthenbeck nicht um den heißen Brei herum reden. „Wir überlegen uns, wie wir den Ausfall von Frederik Sørensen auffangen und was wir taktisch anders machen können. Der Gegner hat nach vorne unheimliches Tempo.“

Angst, dass seine Mannschaft mit dem Druck im Abstiegskampf nicht umgehen kann, hat der Fußballlehrer nicht. Er wisse zwar, dass der Druck in jedem Spiel größer werde, doch seine Mannschaft könne das gut verarbeiten, betonte er. „Es ist kein Spieler nach- oder fahrlässig. Es ist immer Zug drin. Die Mannschaft hat eine gute Mentalität und lebt. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass sie mit dem Druck nicht zurechtkommt“, lobte Ruthenbeck.