Ruthenbeck will noch nicht aufgeben

Der 1. FC Köln taumelt nach dem 1:1 (1:0) gegen den 1. FSV Mainz 05 dem Abstieg entgegen. Bei den Domstädtern herrschte nach Abpfiff eine seltsame Stimmung aus Frust und Resignation.

„Wir sind alle frustriert, dass es nur ein Punkt geworden ist“, sagte FC-Trainer Stefan Ruthenbeck. „Das ist für uns zu wenig, für Mainz reicht es.“ Und auch Abwehrchef Dominique Heintz haderte: „Das fühlt sich wie eine Niederlage an.“ Mit hängenden Köpfen schleppten sich die Profis des 1. FC Köln völlig niedergeschlagen in die Kabine. Erst hinter der verschlossenen Tür entlud sich der Frust, als einer der Mannschaftskoffer krachend zu Boden stürzte.

- Anzeige -

Fünf Spieltage vor dem Saisonende ist Mainz auf dem Relegationsplatz noch immer sechs Punkte entfernt. Dazu dann dieses harte Restprogramm: Champions League-Anwärter Schalke 04 und Rekordmeister Bayern München kommen noch nach Köln-Müngersdorf, außerdem stehen noch die drei Auswärtsspiele in Berlin sowie bei den direkten Konkurrenten Freiburg und Wolfsburg an. Der sechste Abstieg der Vereinsgeschichte ist kaum noch zu vermeiden. Umso wichtiger für die Tabelle und das Selbstvertrauen wäre ein Sieg gegen Mainz gewesen. Doch nach Jonas Hectors 1:0 (7.) konterten die Gäste durch Pablo De Blasis (50.), der den ersten Mainzer Bundesligatreffer seit dem 23. Februar erzielte.

„Den muss er machen“

„Uns hat das Spielglück gefehlt“, konstatierte Ruthenbeck und schob kämpferisch hinterher: „Wir greifen weiter an.“ Es klang halbherzig. Denn fehlendes Glück allein erklärte die Leistung gegen Mainz nicht. Im Spielaufbau gingen viel zu viele Bälle verloren, einige Spieler wirkten schlicht überfordert, und auch mit der Führung im Rücken spielte Köln nie souverän. „Nach dem Ausgleich wurde es wild. Das hat uns nicht gut getan, Mainz war schlauer“, sagte Ruthenbeck, der aber auch noch eine riesige Chance von Simon Terodde ansprach: „Da ist er völlig blank. Den muss er machen.“

(sid)