Ruthenbeck: „Wurden in der Euphorie bestraft“

Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt für den 1. FC Köln: Am Freitagabend mussten sich die Domstädter Borussia Dortmund mit 2:3 geschlagen geben. Trainer Stefan Ruthenbeck machte seiner Mannschaft dennoch ein großes Kompliment für ihr Auftreten.

„Wir nehmen die Erkenntnis mit, dass wir heute gegen eine Champions League-Mannschaft mitgehalten haben. Das gibt uns Kraft für die nächsten Aufgabe“, sagte er nach dem Spiel. In der Tat wäre ein Unentschieden durchaus verdient gewesen, nach dem Köln durch Simon Zoller und Jorge Meré zweimal ausgeglichen hatte. „Einen Tick zu euphorisch“ sei sein Team nach Merés 2:2 gewesen, merkte Ruthenbeck an, der von einem „packenden Duell“ sprach. Der Trainer hielt fest, beide Mannschaften hätten „alles gegeben“, Köln sei „nicht schlechter gewesen“.

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In den letzten 20 Minuten bot sich den Zuschauern im ausverkauften Rhein-Energie-Stadion ein mitreißender Schlagabtausch, der Siegtreffer hätte auf beiden Seiten fallen können. Letztendlich entschied André Schürrle das Spiel dann kurz vor Schluss zugunsten des BVB. „Dortmund hat uns in der Euphorie bestraft. Wir wollen die Spiele gewinnen. Das ist die Mentalität, die wir haben. Da fehlt im Moment die Balance“, stellte Ruthenbeck nüchtern fest. Daran werde in Zukunft gearbeitet, kündigte er zudem an: „Wir können keine Endspiele ausrufen, auf Sieg und dann mit einer Sechserkette spielen.“

Jonas Hector befand am Eurosport-Mikrofon: „Insgesamt waren wir auf Augenhöhe und hätten einen Punkt verdient gehabt. So ist es leider nicht im Fußball. Wir haben die Gegentore zu leicht hergegeben, und dann verliert man eben gegen so eine Mannschaft. Wir müssen jetzt die nächsten Wochen weiter punkten und Gas geben, wie wir es heute auch gemacht haben. Wir müssen die dummen Fehler abstellen, dann ist mehr drin.“