Sánchez‘ Hinweis an Mourinho

Alexis Sánchez wechselte in der Winterpause vom FC Arsenal im Tausch für Henrikh Mkhitaryan zu Manchester United. Damit war der Chilene Teil eines der größten Transfers der laufenden Saison.

Freilich waren an die Verpflichtung des Angreifers hohe, wenn nicht sogar sehr hohe Erwartungen geknüpft. Schließlich war Sánchez bei den „Gunners“ neben Mesut Özil der wichtigste Offensivspieler. Er schoss Tore, legte Treffer auf und war auch indirekt immer wieder am Torerfolg der Londoner beteiligt. Uniteds Anhang erhoffte sich vom 29-Jährigen ähnliche Leistungen im Trikot der „Red Devils“. Anfangs allerdings, und das überraschte viele, konnte Sánchez nicht an sein Maximum herankommen und erzielte in seinen ersten sechs Premier League-Partien für United nur einen einzigen Treffer.

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Am vergangenen Wochenende jedoch scheint der Knoten geplatzt zu sein. Bei Manchesters 2:0-Erfolg gegen Swansea City bereitete der Chilene erst den Führungstreffer von Romelu Lukaku vor (5.) und traf eine Viertelstunde später dann selbst zum Endstand (20.). Sowohl die Fans der „Red Devils“ als auch Trainer José Mourinho hoffen nun, dass Sánchez in den nächsten Wochen genau dort anknüpft. Letzterer allerdings hat mit seinem System auch einen Anteil an den Leistungen des 29-Jährigen.

Mourinho muss offensiver aufstellen

Der portugiesische Trainer ist dafür bekannt, gerne defensiv aufzustellen. Das machte sich in den vergangenen Monaten bei United immer wieder bemerkbar. Offensivspektakel, wie sie die „Red Devils“ beispielsweise noch unter Sir Alex Ferguson regelmäßig ablieferten, gehören längst der Vergangenheit an. Und wenn die gesamte Mannschaft überwiegend mit dem Verteidigen beschäftigt ist, kann auch ein Stürmer, ganz egal wie gut er ist, nicht im Alleingang Tore am Fließband schießen. Um Sánchez‘ Fähigkeiten auch in Zukunft vollends ausnutzen zu können, wird Mourinho etwas von seiner defensiven Ausrichtung abweichen und mehr Risiko eingehen müssen. Dann kann Sánchez für die „Red Devils“ mindestens genauso wichtig werden, wie er es für den FC Arsenal war.