Schalke mit „Hunger“ auf das Halbfinale

Nach der unglücklichen Niederlage gegen Werder Bremen (1:2) will der FC Schalke 04 im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den VfL Wolfsburg dem Traum vom Endspiel näherkommen. Sportvorstand Christian Heidel dementierte Probleme mit Max Meyer oder dessen Berater.

2011 gewannen die Königsblauen letztmals einen Titel – den DFB-Pokal. Eine Wiederholung des Coups ist noch weit entfernt, mit einem Sieg am Mittwoch gegen Wolfsburg wäre das Endspiel allerdings greifbar. „Für uns wäre der Einzug ins Halbfinale eine Riesengeschichte“, betonte Trainer Domenico Tedesco. „Wir haben viel Lust und Hunger auf das Spiel.“ Die bittere Last-Minute-Niederlage gegen Werder will der Schalker Übungsleiter aus den Köpfen seiner Spieler streichen. „Wir haben äußerst unglücklich gegen Bremen verloren“, sagte der 32-Jährige. „Aber wir wissen es realistisch einzuschätzen. Wir waren nicht zu euphorisch, als wir 14 Spiele ungeschlagen waren – und das gilt auch für die jetzige Situation.“

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Der kommenden Aufgabe begegnete Tedesco mit großem Respekt und verwies auf die Qualität der Niedersachsen. „Yunus Malli, Daniel Didavi und Maxi Arnold sind Spieler, die sehr ballsicher sind und mit ihren Qualitäten einen Gegner beschäftigen können“, warnte er, betonte aber: „Wir wollen unser Spiel durchbringen und dem Gegner unseren Stempel aufdrücken.“ Einer Verlängerung möchte er möglichst aus dem Weg gehen, scheut aber auch ein eventuelles Elfmeterschießen nicht. „Wir hatten bei unseren sieben Strafstößen in dieser Saison bereits fünf verschiedene Schützen – und alle Schüsse waren drin“, zeigte sich der „Knappen“-Coach, der bis auf die verletzten Weston McKennie und Pablo Insúa aus dem Vollen schöpfen kann, optimistisch.

Heidel: „Haben absolut kein schlechtes Verhältnis zu Max Meyer“

Schalkes Sportvorstand Heidel äußerte sich derweil zu den Spekulationen um Mittelfeldspieler Meyer, der unter anderem mit dem FC Barcelona in Verbindung gebracht wird. Das Eigengewächs, das im vergangenen Sommer ein Angebot zur Vertragsverlängerung ausschlug, soll ein belastetes Verhältnis zum Klub haben. Dem widersprach Heidel: „Ich hab es mir sagen lassen, habe es aber nicht selbst gelesen. Ich kann dazu nur sagen: Wir haben absolut kein schlechtes Verhältnis zum Management von Max Meyer oder zu ihm selbst.“