Schalke und Wolfsburg wollen wieder ins Finale

Sowohl der FC Schalke 04 als auch der VfL Wolfsburg durften den DFB-Pokal im aktuellen Jahrzehnt bereits in den Nachthimmel Berlins stemmen. In dieser Saison träumen die Bundesligisten von einer Wiederholung dieses Erfolgs. Für eines der beiden Teams wird der Wettbewerb nach dem Mittwochabend (20.45 Uhr) allerdings vorbei sein.

Die „Knappen“ gewannen den Pokal letztmals 2011, damals noch mit einem blutjungen Julian Draxler und dem spanischen Topstar Raúl in der Offensive sowie Ralf Rangnick im Finale auf der Trainerbank. Fast sieben Jahre später heißt der Schalker Übungsleiter Domenico Tedesco und auch der würde gerne Pokalsieger werden. Der 32-Jährige denkt zunächst einmal allerdings nur an den VfL Wolfsburg. Der Einzug ins Halbfinale gegen die Niedersachsen wäre eine „Riesengeschichte“ für den Verein. Die bittere Last-Minute-Niederlage gegen den SV Werder Bremen (1:2) vom Wochenende scheint abgehakt. Der Fokus liege voll und ganz auf dem Pokal. Tedesco warnte seine Mannschaft jedoch vor der Qualität der Autostädter und hob mit Yunus Malli, Daniel Didavi und Maximilian Arnold vor allem die Schaltzentrale hervor. In der Bundesliga holten die Gelsenkirchener in den vier Spielen der Rückrunde nur vier Punkte und waren zuletzt aus den Champions League-Rängen gerutscht. Verzichten muss Tedesco auf Mittelfeldspieler Weston McKennie und Innenverteidiger Pablo Insúa.

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Der Triumph des VfL im Berliner Olympiastadion ist noch nicht einmal drei Jahre her. 2015 besiegte eine starke Wolfsburger Mannschaft um Kevin de Bruyne, Luiz Gustavo und Naldo Borussia Dortmund im Finale mit 3:1. Der Letztgenannte spielt mittlerweile beim kommenden Gegner. „Wölfe“-Coach Martin Schmidt warnte sein Team vor der Gefahr, die von Naldo bei Standardsituationen ausgehe. Auch der Übungsleiter der Niedersachsen erinnerte an den letzten Pokal-Triumph seines Vereins. Der Weg zu einer Wiederholung müsse nicht mehr weit sein. Gegen den Champions League-Aspiranten benötige es allerdings eine „Top-Leistung“ seines Teams. Dem VfL macht momentan vor allem die Offensive zu schaffen. Nur vier Tore aus den letzten sieben Ligaspielen sprechen eine deutliche Sprache. Deshalb wurden in der Winterpause mit Josip Brekalo, Renato Steffen und Admir Mehmedi gleich drei neue Offensivspieler verpflichtet, die für mehr Gefahr vor dem gegnerischen Tor sorgen sollen. Gegen Schalke wird neben den langzeitverletzten Spielern auch Mittelfeldakteur Riechedly Bazoer krankheitsbedingt ausfallen.

FC Schalke 04: Fährmann – Kehrer, Naldo, Nastasić – Meyer – Caligiuri, Oczipka – Harit, Goretzka – Burgstaller, di Santo

VfL Wolfsburg: Casteels – Jung, Bruma, Knoche, Tisserand – Guilavogui, Arnold – Steffen, Malli, Mehmedi – Origi

Der FC Schalke 04 geht gerade zuhause als Favorit ins Viertelfinale des DFB-Pokals. Allerdings kamen die Königsblauen etwas stotternd aus der Winterpause. Der VfL Wolfsburg muss seine Stärke in der Offensive wiederfinden, sollte die Pokal-Saison am Mittwochabend noch nicht enden.