Schmadtke: „Dafür ist das Leben zu bunt“

Seit 2013 ist Jörg Schmadtke Sportdirektor beim 1. FC Köln. Mit dem Verein hat er seitdem eine Erfolgsgeschichte hingelegt, die so nicht alltäglich ist. Trotzdem denkt er darüber nach, 2023 in den Ruhestand zu gehen – dann läuft nämlich sein Vertrag aus.

Im Interview mit der Westdeutschen Zeitung sagte Schmadtke, dass er sich gut vorstellen könne, nach dem Ablauf seines Vertrags aufzuhören. „Bis 2023 läuft der Vertrag, dann bin ich 59 Jahre alt. Ob ich dann noch Lust habe, diesen zeitaufwendigen Job zu machen und mich mit 18-Jährigen auseinanderzusetzen, das weiß ich jetzt noch nicht. Dafür ist das Leben zu bunt“, äußerte der Verantwortliche. Der 53-Jährige ist seit 2001 als Sportdirektor tätig, erst bei Alemannia Aachen, anschließend bei Hannover 96 und nun seit rund vier Jahren beim FC.

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Auch angesichts des neuen Kölner Ausgabenrekords – 34 Millionen Euro wurden in diesem Sommer in Neuzugänge investiert – äußerte sich Schmadtke kritisch über die Ablösetrends im Profifußball: „Man könnte das Gefühl haben, dass das ein virtuelles Spiel mit Plastikgeld ist.“ Er nahm jedoch den deutschen Fußball etwas raus, hier hielten sich Einnahmen und Ausgaben etwa die Waage. Trotzdem warnte er, durch „diese enormen Zahlen“ könnte man sich „vom Fan entfremden“.

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