Schmadtke: „Einnahmen und Ausgaben in der Waage halten“

Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Nach zwei Relegationsteilnahmen nacheinander hat Geschäftsführer Jörg Schmadtke die Profis des VfL Wolfsburg in die Pflicht genommen. Das vorhandene Geld mit vollen Händen ausgeben will er nicht.

„Wenn der weltgrößte Autobauer dein Mutterkonzern ist“, sagte der 54-Jährige dem Kicker, „dann kannst du nicht jedes Jahr in der Relegation landen oder Platz 14 verteidigen. Da musst du dich irgendwann auch in die obere Tabellenhälfte bewegen.“ Die Niedersachsen hatten zuletzt den Klassenerhalt erst zweimal in der Relegation gesichert – trotz eines vielversprechenden Umfelds. „Es gibt ehrlicherweise vielleicht in der Liga drei, vier Klubs, die so komfortabel arbeiten können wie wir“, sagte Schmadtke, der im Sommer nach Wolfsburg gekommen war und nun aufgrund der besonderen Situation durchaus Verständnis dafür aufbringt, dass sein neuer Arbeitgeber „wie Leverkusen, Hoffenheim oder Leipzig mitunter als Feindbild“ dient.

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Die Werksklubs aus Wolfsburg und Leverkusen sind von der viel diskutierten 50+1-Regel nicht betroffen, durch eine Ausnahmegenehmigung zudem die TSG 1899 Hoffenheim. Das Geld mit vollen Händen ausgeben will Schmadtke deshalb aber nicht. „Wir haben in der einen oder anderen Situation vielleicht keine Liquiditätsprobleme, agieren aber nicht wie im Fantasialand und tun, was wir wollen“, erklärte der ehemalige Bundesliga-Keeper. „Wir versuchen, Einnahmen und Ausgaben in der Waage zu halten. Wir arbeiten wirtschaftlich, und das Financial Fair Play gilt auch für uns.“

(cbe/sid)