Schmidt erinnert an Pokal-Triumph 2015

Der VfL Wolfsburg feierte 2015 mit dem DFB-Pokalsieg einen der größten Erfolge seiner Vereinsgeschichte. Im Viertelfinale des diesjährigen Wettbewerbs könnten die „Wölfe“ am Mittwoch (20.45 Uhr) beim FC Schalke 04 einen großen Schritt in Richtung einer erneuten Finalteilnahme machen.

„Ich war damals zwar nicht dabei, aber es sind morgen Spieler dabei, die den Pokalsieg miterlebt haben. Am Jubelfoto vom Finale gehen wir jeden Tag vorbei“, erinnerte Trainer Martin Schmidt auf der Pressekonferenz am Dienstag noch einmal an den Triumph. „Der Weg, bis so etwas wieder passieren kann, muss nicht mehr weit sein. Wir brauchen aber dafür eine Top-Leistung, müssen leidenschaftlich an das Spiel herangehen. Auswärts mit der Rolle des Herausforderers anzutreten – das wird ein Highlight für jeden Spieler.“ Allerdings bedarf es für einen Sieg in Gelsenkirchen eine Leistungssteigerung gegenüber der letzten Partie gegen den VfB Stuttgart (1:1).

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„Wir haben nach dem Spiel gegen Stuttgart sicherlich angesprochen, wo wir uns verbessern müssen, wo wir Lösungsansätze finden müssen, um solche Druckphasen wie in der zweiten Halbzeit gegen Stuttgart zu überstehen“, meinte Schmidt, stellte aber auch klar: „Diese Entwicklung braucht Zeit. Wir haben ein sehr junges Team, das viel Lernpotenzial hat, das aber noch Fehler macht. Aus diesen Fehlern muss die Mannschaft lernen.“ Der nächste Schritt in dieser Entwicklung solle nach Möglichkeit beim Tabellenfünften in der Veltins-Arena erfolgen. Doch auch der Wolfsburger Coach weiß um die Vorzüge und Stärken der Königsblauen.

„Wölfe“-Coach warnt vor Kopfball-Ungeheuer Naldo

„Hervorzuheben ist sicherlich die Stärke bei Standardsituationen, vor allem durch Naldo. Er kann damit einem Spiel einen anderen Charakter geben, so können sie auch aus dem Nichts ein Tor machen und in Führung gehen“, warnte Schmidt seine Mannschaft. „Schalke will sicherlich im eigenen Stadion das Spiel bestimmen, wir können dann aus einer soliden Ordnung heraus unsere Stärken einsetzen.“ Beim Aufeinandertreffen beider Teams in der Hinrunde der Ligasaison (1:1) hätte man gesehen, dass die Niedersachsen auf Schalke mithalten könnten. „Dieses Selbstbewusstsein werden wir sicher mit ins Spiel nehmen. Morgen zählt nur ein Sieg, da geht es um alles oder nichts“, betonte Schmidt entschlossen.

Neben den längerfristig fehlenden Ignacio Camacho, John Anthony Brooks, Jakub Błaszczykowski und Felix Uduokhai wird der Schweizer Übungsleiter krankheitsbedingt auch auf Mittelfeldspieler Riechedly Bazoer verzichten müssen. Im Falle Błaszczykowskis, der seit Monaten mit Rückenproblemen zu kämpfen hat, hofft Schmidt darauf, den Polen bald wieder ans Mannschaftstraining heranführen zu können. Außerdem kündigte der Trainer mit Blick auf die anstrengende englische Woche besonders auf den laufintensiven Positionen Rotation an.