Schmidt schiebt Werder die Favoritenrolle zu

Wolfsburgs Trainer Martin Schmidt zeigt vor dem Auswärtsspiel beim SV Werder Bremen am Sonntag (18 Uhr) Respekt vor dem Aufwärtstrend der Gastgeber. Von seinem dezimierten Team fordert er mehr Effizienz.

Das Nordduell mit dem SVW ist ein enorm wichtiges für die „Wölfe“. Mit einem Sieg könnte der Tabellendreizehnte einen großen Schritt weg von den Abstiegsrängen machen, bei einer Niederlage säße Bremen dem VfL mit nur einem Punkt Rückstand im Nacken. Die Aufgabe gegen die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt geht Schmidt mit großem Respekt an. „Es wird sicherlich ein Kampf auf Augenhöhe. Werder ist in den vergangenen Spielen in Schwung gekommen und musste dabei nur gegen Bayern und Leverkusen Niederlagen hinnehmen“, meinte er und fügte an: „Daheim sind die Bremer durch ihr dominantes und initiatives Herangehen einen Tick in der Favoritenrolle.“

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Besonders die Kulisse im Weserstadion sieht der VfL-Coach als Vorteil für die Hausherren. „Man weiß schon aus der Geschichte, dass Werder gerne Spiele dreht und bis zum Ende von seinen Fans nach vorne gepeitscht wird“, betonte er. Dennoch zeigte er sich zuversichtlich, dass sein Team wie beim jüngsten Auswärtssieg bei Hannover 96 (1:0) erneut in der Fremde triumphieren kann. „Wir brauchen Siege und dafür benötigen wir Tore. Das werden wir direkt von der ersten Minute an am Sonntag angehen. Ich denke, dass Tore fallen werden und bin überzeugt, dass von unserer Seite eins mehr geschossen wird“, kündigte der 48-Jährige an.

Gerhardt und Tisserand vergrößern Personlasorgen

Zuletzt kamen die „Wölfe“ offensiv aber eher zahnlos daher, auch am Dienstag im DFB-Pokal gegen den FC Schalke 04 (0:1) präsentierte sich die Schmidt-Elf erschreckend schwach in vorderster Front. „Wir zeichnen uns dadurch aus, dass wir sehr wenig Gegentore bekommen. Was wir im Moment allerdings nicht schaffen, ist, effizient zu sein und nicht nur bis zur letzten Zone, sondern auch in die letzte Zone zu kommen und dort gefährlich zu werden“, analysierte der Wolfsburger Übungsleiter und forderte: „Wir müssen hinter die Kette kommen, das ist die Aufgabe, der wir uns stellen müssen.“

Hinsichtlich der Personalsituation vergrößerten sich Schmidts Sorgen am Donnerstag. Neben Ignacio Camacho, Jakub Błaszczykowski, John Anthony Brooks und Felix Uduokhai fehlen nun auch noch Marcel Tisserand (Muskelverletzung) und Yannick Gerhardt (Sprunggelenksverletzung). „Dass insgesamt eine halbe Stammelf nicht dabei ist, trifft uns hart“, meinte Schmidt. „Das tut uns weh. Mit den anderen zusammen ist es eine recht massive Ausfallquote.“