Schmidt sucht Übergangspartner für Arnold

Dem VfL Wolfsburg ist der Rückrundenauftakt misslungen. Dem 0:0 bei Borussia Dortmund folgte eine 1:3-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt. Vor dem Niedersachsen-Derby bei Hannover 96 (Sonntag, 18 Uhr) muss Trainer Martin Schmidt zudem sein zentrales Mittelfeld umstellen.

Der Spanier Ignacio Camacho wird weiterhin fehlen. Der 27-Jährige befindet sich nach einer Operation am Knöchel immer noch in Reha. Josuha Guilavogui holte sich gegen die Eintracht seine fünfte Gelbe Karte der laufenden Saison ab und ist für die nächste Partie gesperrt. Der Franzose bildete in den letzten Spielen gemeinsam mit Maximilian Arnold die Schaltzentrale des Wolfsburger Spiels. Nun muss Coach Schmidt Arnold einen anderen Partner an die Seite stellen. Vermutlich wird der 50-Jährige den deutschen Ex-U21-Nationalspieler auf den defensiveren Part ansetzen und neben ihm einen Achter aufbieten.

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Der Favorit auf den Platz in der Startelf neben Arnold ist der deutsche Nationalspieler Yannick Gerhardt. Der 23-Jährige ist so etwas wie die Allzweckwaffe der „Wölfe“. Zu seiner Kölner Zeit spielte der U21-Europameister regelmäßig im Mittelfeld und zeigte einige starke Leistungen. Mit seinem Wechsel in die Autostadt im Sommer 2016 änderte sich seine Position. Gerhardt lief vermehrt auf den Außenbahnen auf. Zu Beginn dieser Spielzeit war er unter Andries Jonker auf der linken defensiven Seite gesetzt, unter Schmidt lief er einige Male in der Offensive auf. Im zentralen Mittelfeld absolvierte er erst zwei Partien. Nach der Winterpause kam der Ex-Kölner noch nicht von Beginn an zum Einsatz.

Rexhbecaj eine Alternative, Bazoer bleibt unerwähnt

„Überrascht war ich nicht. Es war mir bewusst, dass wir einen großen Konkurrenzkampf haben“, meinte Gerhardt laut Kicker zu seiner Rolle auf der Bank im neuen Jahr. Nun wittert er seine Chance. Auf der Position, auf der er sich zu einem gestandenen Bundesliga-Profi entwickelt hatte. Für einen Einsatz Gerhardts spricht seine späte Einwechslung gegen Frankfurt. „Deswegen habe ich ihm noch Minuten gegeben“, erklärte Schmidt nach der Partie. Gleichzeitig rückte der Schweizer das Licht allerdings auch auf einen weiteren Kandidaten: Elvis Rexhbecaj. Der 20-Jährige kam im deutschen Fußball-Oberhaus bislang noch nicht zum Einsatz. In der zweiten Mannschaft der Niedersachsen konnte er mit acht Treffern in 18 Spielen aber auf sich aufmerksam machen.

„Elvis ist immer ein Kandidat. Er ist nah dran, er ist ein Spieler, der diese Rolle in Zukunft spielen kann“, machte Schmidt ihm Hoffnung auf Einsatzzeiten. Aber wohl noch nicht bei Hannover 96. Ein weiterer Spieler im Kader der Wolfsburger, der dem Anforderungsprofil entspräche, ist Riechedly Bazoer. Über den Niederländer verlor der „Wölfe“-Coach allerdings kein Wort. Der 21-Jährige stellte erst vor wenigen Wochen klar, dass er sich beim VfL durchsetzen wolle. Am Sonntag könnte er dazu seine Gelegenheit bekommen. Wesentlich wahrscheinlicher ist aber, dass Schmidt Gerhardt und Arnold in der Zentrale aufbietet und mit den beiden Deutschen versucht, den ersten Pflichtspielsieg 2018 einzufahren.