Schmidt warnt vor Hannovers „Aufsteiger-Mentalität“

Der VfL Wolfsburg gastiert am Sonntagabend (18 Uhr) zum Niedersachsen-Derby bei Hannover 96. Auf den „Wölfen“ lastet Druck, denn eine Niederlage würde den endgültigen Eintritt in den Abstiegskampf bedeuten.

Nur vier Punkte trennen den VfL noch vom seit der letzten Saison so gefürchteten Relegationsplatz. Ein Sieg würde den Niedersachsen etwas Luft verschaffen, doch auch Trainer Martin Schmidt weiß, dass das gegen den starken Aufsteiger schwer wird. „Die Hannoveraner haben eine Aufsteiger-Mentalität, sind oft nach Rückständen, wie zuletzt auf Schalke, wieder zurückgekommen. Wenn sie ins Spiel nicht gut reinkommen, spielen sie eine top zweite Halbzeit“, meinte der Schweizer auf der Pressekonferenz am Freitag. „Spielerisch stehen sie gut, verteidigen solide und haben dazu ein unheimlich schnelles Umschaltspiel mit Ihlas Bebou, Felix Klaus sowie Niclas Füllkrug.“

- Anzeige -

Ganze sieben Zähler haben die Hannoveraner mehr auf dem Konto als die Wolfsburger. Für Schmidt steht dennoch das Spiel im Vordergrund und nicht das Derby. „Ich habe vom Derby bisher noch nicht viel gespürt, weil wir uns voll und ganz auf den Gegner konzentrieren“, stellte der 50-Jährige klar. Er forderte von seiner Mannschaft eine andere Haltung als beim 1:3 gegen Eintracht Frankfurt. Eine leichtere Aufgabe als am vergangene Wochenende gegen die „Adler“ erwartet Schmidt nicht: „Es ist sicherlich eine Partie, die uns alles abverlangen wird.“

Viele personelle Fragezeichen bei Wolfsburg

Zumal der Übungsleiter der „Wölfe“ auf einige Stammspieler verzichten muss. Neben den bereits länger fehlenden Ignacio Camacho, Jakub Błaszczykowski und John Anthony Brooks wird auch Innenverteidiger Felix Uduokhai wegen einer Kniereizung ausfallen. Zwei mögliche Ersatzkandidaten hat Schmidt aber schon im Auge. „Bei Robin Knoche und Jeffrey Bruma haben eigentlich nur kleine Schritte zur ersten Elf gefehlt“, deutete der Coach an. Ein Einsatz des grippekranken Divock Origi ist derweil noch fraglich. Victor Osimhen und Daniel Didavi wären laut Schmidt die Alternativen.

Des Weiteren hat sich Kaylen Hinds im Abschlusstraining am Hüftbeuger verletzt. Auch im Falle des Brasilianers William kann Schmidt für Sonntag nur hoffen. Außerdem werden sowohl Josuha Guilavogui als auch Nany Landry Dimata gesperrt fehlen. Es gibt noch eine Menge Fragezeichen, was die Aufstellung der Wolfsburger in Hannover anbelangt. Trotzdem zeigte sich der Coach der Autostädter zuversichtlich, eine gute Mannschaft auf den Platz zu bringen: „Grundsätzlich haben alle Spieler Bock auf das Spiel und sind gut vorbereitet.“