Schwarz: „Aarón bringt alles mit, was wir uns erhoffen“

Foto: Simon Hofmann/Bongarts/Getty Images

Am Mittwoch durfte Aarón Martin erstmals ins Mannschaftstraining des 1. FSV Mainz 05 hineinschnuppern. Nach dem Aufwärmprogramm und einigen Passform-Übungen war jedoch Schluss. Am Donnerstag folgte der vollständige Einstieg.

„Jetzt haben wir unseren Linksverteidiger, darüber sind wir froh“, wird Trainer Sandro Schwarz auf der Vereinshomepage des Bundesligisten zitiert. „Wir haben uns lange damit beschäftigt, was diese Position angeht, und im Vorfeld ein klares Profil aufgestellt. Aarón bringt alles mit, was wir uns erhoffen.“ Zunächst auf Leihbasis wechselte Martin von Espanyol Barcelona nach Rheinhessen. Als Leihgebühr werden drei Millionen Euro fällig. Die Kaufoption verwandelt sich nach zehn Pflichtspielen in eine Kaufpflicht und liegt bei sechs Millionen Euro. Espanyol sicherte sich zudem eine Weiterverkaufsbeteiligung von zwölf Prozent und mögliche Bonuszahlungen von bis zu drei Millionen Euro.

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„Selbst in den 15 Minuten Passform-Übungen hast du einfach seine Qualität gesehen, die Passqualität, die Passschärfe, seinen starken linken Fuß“, sagte Schwarz mit Blick auf die erste Einheit des jungen Spaniers. „Er hat eine sehr gute fußballerische Qualität, ist giftig und gut ausgebildet in Spanien. Aarón hat viele Spiele auf sehr hohem Niveau in der spanischen Liga absolviert, er ist U21-Nationalspieler. Es ist außergewöhnlich, dass er sich für uns und unsere Idee entschieden hat. Wir freuen uns darauf, dass wir ihn weiter begleiten können in seiner Entwicklung. Das passt perfekt.“ Im Winter hatte sich RB Leipzig noch vergebens um eine Verpflichtung bemüht. „Er hat eine gute Qualität, auch im letzten Drittel noch einmal anzuziehen, eine große Passsicherheit, bringt gerade in engen Räumen fußballerische Qualität in den Spielaufbau, hat den Zug im letzten Drittel und kann flanken“, betonte Schwarz.

„Es ist nicht so, dass er von null auf hundert hier hereinmarschiert“

Gut möglich, dass Martin im DFB-Pokal gegen Erzgebirge Aue (18. August, 15.30 Uhr) bereits sein Pflichtspiel-Debüt für die Mainzer gibt. „Es ist nicht so, dass er von null auf hundert hier hereinmarschiert“, sagte Schwarz und fügte an: „Wir glauben, dass wir mit ihm eine neue spielerische Qualität dazu gewinnen.“ Gaëtan Bussmann habe seine Sache in der Vorbereitung aber auch „sehr gut gemacht“, lobte der Coach. „Du weißt immer, was du von ihm bekommst. Gaëtan ist total verlässlich, wenn es darum geht, die Seite zuzumachen. Für uns ist es optimal, dass wir zwei Spieler auf dieser Position haben mit unterschiedlichen Profilen, je nach Anforderungen des Spiels.“ Ohnehin habe der FSV in diesem Sommer fast ausschließlich Spieler mit Stammspieler-Qualität verpflichtet. „Alle sind auf einem guten Weg, bei uns den nächsten Schritt zu machen aus einer starken Basis heraus. Das ist ein Kennzeichen für unsere Transferpolitik in diesem Sommer“, sagte Schwarz.