Schwarz fokussiert sich nur auf das eigene Spiel

Der 1. FSV Mainz 05 hat am kommenden Montagabend (20.30 Uhr) die große Chance, mit einem Sieg gegen den direkten Konkurrenten SC Freiburg den Relegationsplatz an die Breisgauer abzugeben. Den Begriff „Endspiel“ wollte Trainer Sandro Schwarz im Vorfeld der Partie allerdings nicht bemühen.

„Nach einem Endspiel ist Schluss. Danach kommt nichts mehr“, sagte der Mainzer Übungsleiter laut Vereinshomepage am Donnerstag. „So etwas kannst du auch nicht jede Woche neu emotional belasten. Das geht nicht.“ Stattdessen möchte Schwarz die bisherige Denkweise weiterhin durchziehen. „Ich denke, wie wir es bisher gemacht haben mit unserer Herangehensweise, dass wir die letzten sieben Spiele zur Endrunde erklärt haben, in der wir inhaltlich unsere Dinge erarbeiten, die Sinne schärfen, an den Verhaltensweisen auf dem Platz und außerhalb arbeiten, die Physis in den Vordergrund stellen, ist es das Richtige für uns“, stellte der 39-Jährige klar.

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Der Fokus soll auf dem kommenden Spiel gegen den SC und der eigenen Leistung liegen. „Natürlich schauen wir auf die Tabelle. Das ist doch normal. Aber es wird nicht thematisiert, welche Auswirkungen ein Ergebnis haben könnte. Wir müssen uns damit beschäftigen, was wir brauchen, um ein gutes Ergebnis zu holen“, forderte Schwarz. Zuletzt hatten die Rheinhessen gegen Borussia Mönchengladbach (0:0) und beim 1.FC Köln (1:1) gute Auftritte hingelegt, es allerdings besonders in Köln versäumt, sich mit einem Sieg zu belohnen. In der zweiten Hälfte waren die 05er zweimal am Aluminium gescheitert und hatten darüber hinaus weitere große Gelegenheiten vergeben.

17.000 Euro Geldstrafe durch DFB-Sportgericht

Schwarz möchte sich davon aber nicht irritieren lassen und weiter an dem eingeschlagenen Weg festhalten. „Wir arbeiten die Dinge konsequent ab, trainieren intensiv weiter, dann kommt am Montag das dritte Spiel der Endrunde“, meinte der FSV-Coach. Die Mannschaft habe in den letzten beiden Partien selbst gespürt, dass sich eine gute Leistung auch gut anfühlt. Der kommende Gegner SC Freiburg macht aktuell eine schwierige Phase durch, die Badener sind seit sechs Partien sieglos. „Für uns ist es dennoch wichtig, diese Begegnung als schwere Aufgabe mit dem Ziel zu sehen, drei Punkte zu holen. Wir wollen jetzt einfach diese drei Punkte kassieren“, sagte Schwarz mit Blick auf das Aufeinandertreffen.

Zuvor wurde der Verein aber noch zur Kasse gebeten. Wegen unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger ist der FSV vom DFB-Sportgericht mit einer Geldstrafe in Höhe von 17.000 Euro belegt worden. Bis zu 5.000 Euro davon kann der Klub für sicherheitstechnische und infrastrukturelle Maßnahmen verwenden. Die Fans hatten bei der Partie in Hannover (2:3) am 18. Spieltag zwei Bengalische Fackeln im Mainzer Block gezündet. Zudem wurde vor und während des DFB-Pokalspiels bei Eintracht Frankfurt (0:3) Anfang Februar im Gästeblock mehrfach Pyrotechnik abgebrannt.