Schwarz: Niederlage war „ärgerlich, aber verdient“

Zumindest die Ergebnisse der Konkurrenz sorgten am Samstag für einen kleinen Stimmungsaufheller beim 1. FSV Mainz 05. Ansonsten aber waren die Gemüter eher gedrückt nach dem 2:4 gegen die TSG Hoffenheim. „Ärgerlich, aber verdient“ sei die Niederlage, analysierte Sandro Schwarz.

Auswärts bleibt die Bilanz der Mainzer in dieser Saison rabenschwarz. Erst vier Punkte holte die Schwarz-Elf in der laufenden Saison in der Fremde, das 2:4 in Sinsheim war bereits die siebte Auswärtsniederlage. Saisonübergreifend liegt der bis dato letzte Sieg auf des Gegners Platz sogar schon ziemlich genau ein Jahr zurück. Dass der Tabellen-16. am Samstagabend mal wieder mit leeren Händen dastand, kam also nicht wirklich überraschend.

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Dabei war anschließend erneut die Defensive ein Thema, jeweils zwei Tore hatten Ádám Szalai und Andrej Kramarić schießen dürfen. „Klar ist, dass wir mit vier Gegentoren nicht so häufig Spiele gewinnen werden“, sagte Schwarz daher nach Abpfiff, betonte im selben Atemzug aber auch die eigene Ausbeute: „Genauso kann man mit zwei Toren auswärts auch mal gewinnen.“ Grundsätzlich machte der 39-Jährige aber keinen Hehl daraus, dass die Niederlage „ärgerlich, aber verdient“ gewesen sei.

Schröder will am Trainer festhalten

Zumindest die Ergebnisse der Konkurrenz ließen die Rheinhessen etwas aufatmen. Auch die Verfolger Hamburg (0:2 in Dortmund) und Köln (2:4 in Frankfurt) blieben am Samstag schließlich punktlos. Dennoch bleibt die Mainzer Situation prekär. Nach wie vor steht das Team auf Rang 16, drei Zähler vor dem HSV. Die weitere Konkurrenz im Keller, Bremen, Stuttgart und Wolfsburg, hat zudem am Sonntag noch die Chance auf Zähler. Eine Trainerdiskussion werde allerdings nicht geführt, erklärte Rouven Schröder. Schwarz genieße seine „volle Rückendeckung“, versprach der Sportvorstand: „Daran ändert sich nichts.“

Im Vorjahr waren die Rheinhessen mit einer ähnlichen Strategie erfolgreich gefahren. Damals hatte das Team auch in der Krise an Martin Schmidt festgehalten – und letztlich die Klasse gehalten, wenn auch knapp. Selbiges soll nun mit Schwarz gelingen. Die Mannschaft jedenfalls appelliert nach wie vor an den Zusammenhalt im Klub. „Jedem wäre geholfen, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen“, sagte Leon Balogun nach dem Spiel. In der aktuellen Situation sei es wichtig, auf die positiven Aspekte zu schauen, um sich aus der „Negativspirale“ zu befreien. „Keiner von uns macht Fehler mit Absicht, keiner verliert gerne“, erklärte der Verteidiger. „Und es fuckt uns mit Sicherheit noch mehr ab als die meisten, die jetzt ihre Unzufriedenheit kundtun.“