Sechs Tore in Frankfurt: Eintracht schlägt Köln

In einem torreichen Spiel hat Eintracht Frankfurt am Samstagnachmittag den 1. FC Köln mit 4:2 (1:0) geschlagen. Die Tore der zweiten Hälfte fielen innerhalb von zwanzig Minuten. Damit steht die Eintracht nun auf dem vierten Platz, Köln bleibt Tabellenletzter.

Nach dem 3:0-Sieg im DFB-Pokal über Mainz 05 stellte Frankfurts Coach Niko Kovač dreimal um. Simon Falette, Timothy Chandler und Luka Jović ersetzten Carlos Salcedo, Jetro Willems und Sébastien Haller. Stefan Ruthenbeck veränderte die FC-Startelf auf zwei Positionen: Matthias Lehmann und Jhon Córdoba begannen für Christian Clemens und Sehrou Guirassy.

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Es bot sich ein äußerst umkämpftes Spiel. In der ersten Viertelstunde gab es nur eine nennenswerte Kombination zu verzeichnen, die jedoch prompt das 1:0 der SGE zur Folge hatte. Danny da Costa und Marius Wolf spielten sich über die rechte Seite zur Grundlinie, wo Jović Ante Rebić fand, der nur einschieben musste (15.). Kurz danach hatte Chandler gleich das zweite Tor auf dem Fuß, traf aus zwölf Metern jedoch nur den rechten Pfosten (17.). Der FC hatte nun große Probleme mit den aggressiv auftretenden und hoch stehenden Gastgebern.

Durch Rechtsverteidiger Frederik Sørensen kam Köln das erste Mal zu etwas Torgefahr. Der Däne verzog jedoch aus der Distanz (25.). Startelf-Rückkehrer Córdoba kam anschließend aus aussichtsreicher Position nicht an Makoto Hasebe vorbei, der seinen Schuss blockte (35.). Besonders im letzten Drittel leisteten sich die „Geißböcke“ noch zu viele Fehler und konnten ihre Offensive daher kaum mal in Szene setzen. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte erneut Sørensen die Chance auf den Ausgleich: Nach einem Freistoß von Jonas Hector scheiterte er aus kurzer Distanz am stark reagierenden Lukáš Hrádecký (45.+1).

Frankfurter Dreierschlag

Ohne personelle Veränderungen ging es in den zweiten Durchgang. Das Spiel war nun ausgeglichener, die Eintracht griff nicht mehr so früh an. Zehn Minuten nach der Pause traf Hasebe Simon Terodde an der Strafraumgrenze von hinten an der Wade. Referee Daniel Siebert entschied erst auf Freistoß, korrigierte die Entscheidung nach einem Blick auf den Monitor jedoch und gab Elfmeter. Der Gefoulte trat an und verwandelte souverän (56.). Der Ausgleich war durchaus verdient, doch er währte kaum zwei Minuten und leitete eine spektakuläre Schlussphase ein. Marco Russ stieg bei einem Freistoß von links am höchsten und köpfte zum 2:1 ins lange Eck (58).

Anschließend wurde es richtig bitter für den FC. Erst gelang Falette nach einem ruhenden Ball aus Nahdistanz das 3:1 (64.), dann erzielte Wolf sogar das 4:1. Der Stürmer ließ Timo Horn mit einem präzisen Schuss keine Chance (67.). Beim FC gab Marcel Risse sein Comeback und legte Terodde kurze Zeit später per Freistoß das zweite Tor vor. Hrádecký sah beim Kopfball des Stürmers nicht gut aus (73.). Köln gab sich nicht auf, doch auch Frankfurt blieb gefährlich. Ruthenbeck verhalf eine Viertelstunde vor Schluss Winter-Neuzugang Vincent Koziello zu seinem Bundesliga-Debüt, der Franzose kam für Lehmann (74.). Die Hessen blieben jedoch die gefährlichere Mannschaft, in Person von Haller (86.) und da Costa (87.) hatten sie noch zwei weitere gute Möglichkeiten. Auch Wolf tauchte noch einmal vor Horn auf, der Torhüter parierte aber stark (89.). Der FC konnte sich nicht mehr berappeln.