Skrzybski soll der nächste Burgstaller werden

Foto: Lintao Zhang/Getty Images

Neue Saison, neue Spieler, neues Glück. Der FC Schalke 04 will nach Platz zwei im Vorjahr auch in dieser Spielzeit oben mitspielen. Dazu kommt die Champions League und der obligatorische DFB-Pokal. Neuzugang Steven Skrzybski soll dabei helfen, die Ziele der „Knappen“ zu erreichen.

Steven wer? Nicht vielen Fans der Königsblauen war Skrzybski ein Begriff. Nicht unbedingt ein Wunder, denn der Angreifer präsentierte sich bislang nicht in Deutschlands Fußball-Oberhaus. Im Kindesalter wechselte der heute 25-Jährige zum 1. FC Union Berlin, wo er sämtliche Jugendabteilungen durchlief, ehe er im Sommer 2011 zu den Profis aufstieg. 136 Zweitliga-Spiele bestritt Skrzybski seitdem für die „Eisernen“. 29 Tore gelangen ihm in dieser Zeit, hinzugesellen sich 18 Vorlagen. Seinen bei Schalke-Anhängern bekanntesten Treffer allerdings erzielte der Rechtsaußen im DFB-Pokal. Gegen Dortmund gelang dem Angreifer im Oktober 2016 ein Traumtor; Union schied am Ende mit 1:4 nach Elfmeterschießen aus.

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In den vergangenen Jahren durchlief Skrzybski eine stetige Entwicklung und konnte seine Torquote von Jahr zu Jahr verbessern. 14 Treffer und fünf Assists waren es in der abgelaufenen Spielzeit, darunter einige besonders schöne Treffer. Zwar erscheint Skrzybski auf den ersten Blick nicht direkt wie ein logischer Transfer; erst recht da Königsblau im kommenden Jahr in der Champions League antritt. Auf den zweiten Blick allerdings erkennt man ein Schema. Skrzybski setzt die Reihe von Schalker Neuzugängen aus der zweiten Liga fort. In den zurückliegenden Transferperioden sah sich der S04 oft im Unterhaus um. Zu spüren bekam das vor allem der 1. FC Nürnberg. Angefangen bei Alessandro Schöpf, über Guido Burgstaller bis hin zu Cedric Teuchert; alle drei Offensivspieler wechselten vom „Club“ an die Ruhr. Der allseits bekannten Fan-Freundschaft tat das nicht unbedingt gut, dem FC Schalke 04 dafür umso mehr. Besonders Burgstaller entwickelte sich zu einem unverzichtbaren Spieler der „Knappen“.

Variabler Angreifer komt voll motiviert

Der Österreicher ist Schalkes Top-Torjäger und verkörpert die von den Fans so gern gesehene Arbeit auf dem Platz wie kaum ein anderer. Auch Schöpf gehörte vor seiner Kreuzbandverletzung regelmäßig zur ersten Elf. In der Schlussphase der abgelaufenen Saison kämpfte er sich dann immer weiter an einen Stammplatz heran und lief auch regelmäßig auf. Einzig Teuchert strauchelt noch. Der 21-Jährige ist allerdings auch erst seit Januar dieses Jahres ein Königsblauer und braucht noch Zeit. So ist die Verpflichtung Skrzybskis letztlich nachvollziehbar. Mit dem 25-Jährigen hat sich Schalke einen variabel einsetzbaren Angreifer ins Boot geholt, der zudem seit seiner Kindheit Fan der „Knappen“ ist. So wird Skrzybski das Abenteuer Schalke voll motiviert angehen und stets sein Bestmögliches geben. Dass er den S04 nach vorne bringen kann, bewies er bereits im Test gegen den FC Southampton (3:3). Aus rund 25 Metern stellte der 25-Jährige dabei den Endstand her. Möglichst viele Treffer sollen folgen.