Sokratis mangelt es an Verlässlichkeit

Borussia Dortmund hat mit Sokratis einen der gestandensten Bundesliga-Innenverteidiger der letzten Jahren in den eigenen Reihen. Aktuell allerdings wackelt der griechische Fels in der Brandung.

Statistisch steht Sokratis in der laufenden Saison eigentlich gut da. Er gewann bisher 70 Prozent seiner Zweikämpfe und brachte 87 Prozent der Pässe an den Mann. Zwar greift der Grieche ziemlich häufig zu Fouls, für seine etwas ruppige Art ist er allerdings schon in den vergangenen Jahren bekannt gewesen. Und dennoch wirkt Sokratis in der laufenden Saison weit weniger verlässlich, als es der Dortmunder Anhang gewohnt ist. Dieser Eindruck entsteht, weil der Grieche immer wieder Spiele einstreut, in denen er nicht vollends überzeugen kann.

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So fehlte es ihm im Derby beim FC Schalke 04 (0:2) am letzten Spieltag wie auch seinen Kollegen an Einstellung und Kampfgeist. Zudem hatte Sokratis großen Anteil an der Entstehung des zwischenzeitlichen 0:1: Daniel Caligiuri schnappte Marcel Schmelzer den Ball weg und zog in Richtung Tor. Der BVB-Kapitän, Nuri Şahin und auch Ömer Toprak hatten die Chance, dem Schalker den Weg zuzustellen. Dennoch bewegte sich Sokratis in Richtung Caligiuri und machte so im Rücken den Weg frei für Yevhen Konoplyanka, der in der Mitte entwischte und das Tor machte.

Zahlungskräftige Vereine interessiert

Trotz seiner nur durchschnittlichen Saison hat sich Sokratis international einen Namen gemacht. So soll er bei Manchester United und Juventus Turin auf der Liste stehen. Italien kennt Sokratis bereits gut aus seiner Zeit beim FC Genua und dem AC Mailand, die Premier League wäre Neuland. Von seiner Veranlagung her würde der Grieche allerdings sehr gut nach England passen. Das körperliche Spiel würde ihm entgegenkommen, seine Vielzahl an Fouls sich zudem sicher verringern. Noch ist Sokratis bis 2019 gebunden. Einen neuen Vertrag wollte er bisher trotz vorliegendem Angebot nicht unterschreiben.

So wäre ein Verkauf in diesem Sommer wahrscheinlich, wenn Sokratis nicht verlängert. Für Dortmund spricht vor allem die Beliebtheit bei den Fans, für einen Wechsel sicher die Zahlungsbereitschaft der interessierten Vereine. Sowohl bei United als auch in Turin würde Sokratis mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr verdienen als beim BVB. Hinzu kämen die Titelchancen, die mit beiden ausländischen Vereinen höher wären als es bei den Westfalen aktuell der Fall ist.