Stimmungsboykott bei Hannover 96

Das Verhältnis von Hannover 96 und seinen Anhängern ist schon seit geraumer Zeit angespannt. Mit einem Stimmungsboykott wollen sich die Fans nun gegen die Übernahme-Pläne von Präsident Martin Kind wehren.

„Auf dem heutigen Fanszenetreffen wurde beschlossen, dass seitens der aktiven Fanszene ab sofort im Stadion protestiert wird und keine organisierte Unterstützung mehr stattfindet“, ließen die 96-Ultras nach einem Treffen am Freitag laut Kicker verlauten. „Ich kann mich daran erinnern, dass der letzte Stimmungsboykott beinahe dazu geführt hätte, dass 96 abgestiegen wäre“, äußerte sich Horst Heldt. „Wir brauchen die Unterstützung unserer Fans. Das darf man nicht vergessen. Das Zusammenspiel zwischen Fans und Mannschaft ist sehr wichtig. Und in der vergangenen Saison hat das ganz hervorragend geklappt. Ich hoffe, dass es auch in dieser Saison klappt“, so der Sportdirektor vor dem DFB-Pokalspiel gegen den Bonner SC.

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Die von Präsident Kind geplante mehrheitliche Übernahme sorgt derzeit für ein gestörtes Verhältnis zwischen Verein und Fans. Zuletzt lehnte Hannover 119 Mitgliederanträge grundlos ab. Beim Testspiel gegen den FC Burnley führten Ausschreitungen der 96-Ultras zum Spielabbruch. Beim ersten Heimspiel der neuen Saison gegen Schalke 04 droht daher ein Teilausschluss der Öffentlichkeit.

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