Stindl legt den Fokus auf die Mannschaft

Lars Stindl verspürte nach dem Ende seiner Torflaute eine „große Freude“, doch erst die Energieleistung des gesamten Teams machte den Kapitän von Borussia Mönchengladbach so richtig stolz. Dreimal lagen die vom Verletzungspech gebeutelten Gladbacher zurück, dreimal schafften sie den verdienten Ausgleich.

„Wir haben unglaublich viel investiert. Man kann der Mannschaft nur ein Kompliment machen“, sagte Stindl nach dem 3:3 gegen Hoffenheim. „Wir haben uns mit viel Willen und Leidenschaft belohnt.“ Der Angreifer traf nach 1416 Minuten ohne Tor zum zwischenzeitlichen 2:2. „Das Tor gibt mir ein sehr gutes Gefühl“, betonte er. Mit einem guten Gefühl gehen auch die Verantwortlichen in die Länderspielpause, auch wenn der Borussia in den vergangenen acht Spielen nur ein Sieg gelang. „Der Punkt fühlt sich nach der Geschichte des Spiels gut an“, sagte etwa Sportdirektor Max Eberl.

- Anzeige -

Weniger gut war seine eigene „Leistung“. Eberl beleidigte Julian Nagelsmann während der ersten Halbzeit als „kleinen Pisser“. Nach dem Spiel gab er sich Eberl reumütig. „Ich habe einen Fehler gemacht und mich bei Julian entschuldigt. Es passierte aus der Emotion heraus“, sagte Eberl und wollte viel lieber über den „gewonnenen Punkt“ sprechen. Jener lässt die Gladbacher zumindest weiterhin von der Europa League träumen. Der Rückstand auf Hoffenheim auf Rang sieben, der wohl zur Qualifikation ausreichen wird, beträgt weiterhin drei Zähler. „Wir werden nach der Pause sehen, was noch möglich ist“, sagte Eberl.

Trainer Dieter Hecking war nach dem Spiel ebenfalls voll des Lobes für seine Mannschaft, auch wenn es neben einem „tollen Fußballspiel, aber natürlich auch ein Fehlerspiel“ war. Bei den Gegentreffern von Benjamin Hübner (13.), Andrej Kramaric (58./Foulelfmeter) und Florian Grillitsch (73.) stellte sich seine Mannschaft teils stümperhaft an. Doch für Hecking standen am Ende „die Leidenschaft und der Charakter, mit denen die Mannschaft immer wieder zurückgekommen ist, über allem“. Daher müsse man mit dem Punkt leben.

(sid)