Stöger vor Rückkehr – und Fußball gespielt wird auch

Mehr als vier Jahre hat Peter Stöger bei den Spielen des 1. FC Köln an der Seitenlinie gestanden. Am heutigen Freitag kehrt er mit Borussia Dortmund zurück in die Domstadt. Der BVB muss aufpassen, nicht den Anschluss an die Konkurrenz zu verlieren, für Köln zählt jeder Punkt.

Vier Zähler beträgt der Rückstand der Kölner auf den Relegationsrang. Am vergangenen Wochenende musste sich die Mannschaft beim 1:1 gegen den FC Augsburg mit einem Punkt zufriedengeben. Nach zuletzt zehn Zählern aus vier Spielen gehe sein FC „mit breiter Brust“ in die Partie gegen den BVB, sagte Stögers Nachfolger Stefan Ruthenbeck. Für ihn sei die Rückkehr „kein großes Thema“, stellte der 45-Jährige klar. Die Fans dürften den Österreicher allerdings freundlich empfangen, er genießt Kultstatus beim FC. Verzichten muss Ruthenbeck gegen Dortmund auf Nikolas Nartey, Leonardo Bittencourt, Tim Handwerker und den gelbgesperrten Lukas Klünter. Stürmer Yūya Ōsako ist aufgrund einer Erkältung noch fraglich, Winter-Neuzugang Vincent Koziello sei dagegen „eine Option“ für das offensive Mittelfeld, sagte der FC-Coach.

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Seit Stögers Amtsantritt Mitte Dezember sind die Schwarz-Gelben in der Bundesliga ungeschlagen. Da neben zwei Siegen in der Hinrunde jedoch drei Unentschieden in der Rückrunde zu Buche stehen, ist der BVB auf Platz sechs der Tabelle abgerutscht. Ein Störfaktor der vergangenen Tage ist jedoch seit Mittwoch Geschichte: Pierre-Emerick Aubameyang ist zum FC Arsenal gewechselt. Sein Ersatz, der Belgier Michy Batshuayi, könnte gegen die Kölner bereits sein Debüt geben. „Er steht voll im Saft. Es wird an uns liegen, wie schnell wir ihn ins Gefüge bringen“, äußerte sich Stöger. Marco Reus, Marcel Schmelzer, Sebastian Rode, Erik Durm, Maximilian Philipp und Andrey Yarmolenko werden nicht mitwirken können.

1. FC Köln: Horn – Sørensen, Heintz, Meré, Hector – Höger, Özcan – Clemens, Koziello, Jojić – Terodde

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Sokratis, Toprak, Guerreiro – Götze, Weigl, Kagawa – Pulisic, Batshuayi, Sancho

Die Gäste zeigten zuletzt Schwierigkeiten mit tiefstehenden Gegnern. Eine solche Taktik wird deshalb auch Ruthenbeck wählen: dem Gegner das Spiel überlassen, hinten sicher stehen und auf Kontersituationen lauern. Dortmund hat natürlich den Vorteil, dass Stöger die Stärken und Schwächen der Kölner Akteure kennt. Es erscheint deshalb wahrscheinlich, dass Ruthenbeck Koziello von Anfang an ran lässt – der Franzose wäre ein zusätzliches unberechenbares Element.