Tedesco: „Das Wichtigste ist die Menschenführung“

Schalke-Trainer Domenico Tedesco ist über seinen rasanten Aufstieg als Trainer selbst überrascht. Der Bundesliga-Novize führte die im Mittelmaß versunkenen Königsblauen in seiner ersten Saison auf Champions League-Kurs.

„Es ging schon verdammt schnell. Es war Lichtgeschwindigkeit“, sagte Tedesco im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst. Am 8. März 2017 hatte der Hoffenheimer Jugendtrainer beim Tabellenletzten Erzgebirge Aue in der 2. Liga den Einstieg ins Profigeschäft gewagt. Der Musterschüler, der vor zwei Jahren den Fußballlehrer-Lehrgang mit der Bestnote 1,0 abschloss, hat die ersten Praxistests bestanden. Als Laptoptrainer, Professor oder Matchplan-Tüftler sieht er sich nicht.

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„Taktik ist wichtig“, sagte Tedesco, „aber das Wichtigste ist die Menschenführung. Am Ende des Tages müssen elf Menschen plus x mit dir durchs Feuer gehen wollen und können.“ Aus der Schalker Mannschaft hat er eine effektive Einheit, in der jeder für den anderen kämpft und die die Rückkehr in die Champions League vor Augen hat, geformt. Bei zuletzt fünf Siegen mit nur sieben Toren boten die Königsblauen allerdings eher Minimalistenfußball. „Wir brauchen uns nicht zu entschuldigen für die Art und Weise, wie wir unsere Punkte holen“, betonte Tedesco. Der Vorwurf sei auch „zu pauschal“. Er verwies auf die fünftmeisten Tore in der Liga, auf Treffer in 21 Partien in Folge und attraktive Spiele wie das 4:4 in Dortmund, „die spektakulärste Partie der gesamten Saison“.

(sid)