Tedesco: „Waren heute zu grün hinter den Ohren“

Der FC Schalke 04 hat sein Heimspiel gegen den SV Werder Bremen am Samstagnachmittag durch einen Gegentreffer in der Nachspielzeit mit 1:2 verloren. Trainer Domenico Tedesco ärgerte sich nach der Partie über den lethargischen Auftritt seiner Mannschaft und die mangelnde Chancenverwertung.

Zur Pause lagen die „Knappen“ noch mit 1:0 in Führung, dennoch war Tedesco schon mit dem ersten Durchgang nicht zufrieden. „Wir haben eine erste Halbzeit abgeliefert, die nicht gut war“, meinte der 32-Jährige. „Zu Hause sind wir momentan lethargisch. Wir haben es nicht geschafft, die Manndeckung im zentralen Mittelfeld auszunutzen. Deswegen war die Führung zur Pause glücklich, das muss man ganz klar sagen.“ Für die Reaktion seines Teams nach Wiederanpfiff fand der Schalke-Coach jedoch lobende Worte: „Von der 45. bis zur 75. Minute haben wir es stark gemacht. Wir haben nach vorne verteidigt und super Zugriff gehabt. In dieser Phase hätten wir uns belohnen und das zweite Tor erzielen müssen.“

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Statt dem 2:0 für die Königsblauen gab es einen Platzverweis gegen den Schalker Abwehrspieler Matija Nastasić und den Ausgleich für die Bremer. In der Schlussphase hätte sich Tedesco etwas mehr Reife von seiner Mannschaft gewünscht. „In Unterzahl und bei so einem Spielverlauf muss man sich auch mal mit einem Punkt zufriedengeben. Dass man gewinnen will, ist klar. Aber beim 1:2 spielen wir einen Freistoß aus, den wir so nicht ausspielen dürfen. In einigen Situationen waren wir heute zu grün hinter den Ohren“, konstatierte der gebürtige Italiener. Torwart Ralf Fährmann machte die Niederlage an Kleinigkeiten fest: „Da fehlte manchmal auch das Quäntchen Glück. Da war viel Pech dabei.“

Fährmann entschuldigt sich nach Patzer

Vor allem aber gab er sich selbst die Schuld an der Bremer Aufholjagd. Dem 1:1-Ausgleich der Gäste war ein grober Patzer des 29-Jährigen vorausgegangen. „Durch meinen Fehler kommt Bremen zurück ins Spiel. Das tut mir wahnsinnig leid für das gesamte Team. Ich kann mich dafür nur entschuldigen“, sagte Fährmann zerknirscht. Innenverteidiger Naldo stand dem Tormann derweil bei: „Es ist nicht die Schuld von Ralf, dass wir heute als Verlierer vom Platz gehen. Wir haben es als Team verpasst, die Begegnung zu unseren Gunsten zu entscheiden.“ Auf die Frage, ob er nach seinem Fehler heute Nacht dennoch schlafen können werde, bewies Fährmann Humor: „Nach ein paar Bierchen bestimmt.“