Teuchert hat sich für mehr empfohlen

Foto: Lintao Zhang/Getty Images

Der FC Schalke 04 sicherte sich im Januar dieses Jahres die Dienste des 21-jährigen Angreifers Cedric Teuchert, der vom 1. FC Nürnberg kam. Nach einem schwierigen ersten Halbjahr konnte sich der Youngster zuletzt für mehr empfehlen.

Teuchert ging einen für Nürnberger Angreifer in den letzten Jahren fast schon typischen Weg. Vom „Club“ zog es ihn zu Königsblau; zuvor waren bereits Alessandro Schöpf und Guido Burgstaller diesen Weg gegangen. Beide funktionierten bei S04 auf Anhieb und entwickelten sich schnell zu Publikumslieblingen. Der eine, weil er auf dem Feld sehr weite Wege geht, der andere, weil er vor dem Tor regelmäßig knipst. Den von Pferdelunge Schöpf und Torjäger Burgstaller bereits erlangten Ruf hat sich Teuchert bisher noch nicht erarbeiten können. Lediglich vier Bundesliga-Einsätze absolvierte Teuchert in der zurückliegenden Rückrunde; insgesamt stand er nur 31 Minuten auf dem Feld. Das langsame Heranführen, verriet er in einem Interview auf der Vereinshomepage, sei von Anfang an mit Trainer Domenico Tedesco abgesprochen gewesen.

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In der Vorbereitung auf die neue Saison machte Teuchert nun auf sich aufmerksam. Beim 3:1 gegen Hebei Fortune gelang dem Stürmer ein Treffer; ebenso netzte er gegen den ETB SW Essen (1:0) ein. Die beiden Treffer geben dem Youngster zusätzliches Selbstvertrauen, wie er betonte: „Zumal es ja auch meine ersten beiden Tore für Schalke gewesen sind. Das gibt mir Schwung für die kommenden Wochen und Monate.“ Teuchert wolle nun voll angreifen. Seine Flexibilität kann dabei eine große Hilfe werden. Der 21-Jährige spielt gerne ganz vorne zusammen mit einem weiteren Stürmer, alles andere sei für ihn aber auch kein Problem. Die wahrscheinlichste Lösung im S04-System ist ein Angriff mit zwei Neunern. Dort könnte Teuchert dann zusammen mit Burgstaller oder Neuzugang Mark Uth auflaufen. Auch Yevhen Konoplyanka, Breel Embolo und Franco Di Santo sind Kandidaten für diese Position.

Youngster bringt viel Tempo mit

Zwar ist Teuchert (1,82 Meter) kein großgewachsener Angreifer, dafür bringt er aber eine hohe Grundschnelligkeit und eine gute Technik mit. So würde der 21-Jährige in einem Doppelsturm beispielsweise den Gegenpol zu Burgstaller darstellen und könnte den Österreicher, der im Sechzehner am gefährlichsten ist, umspielen. Chancen wird Teuchert in jedem Fall bekommen. Schalke ist in der Champions League vertreten und wird durch die Dreifachbelastung einige Spiele absolvieren müssen. Im Angriff hat Trainer Tedesco viel Auswahl. Dass die Entscheidung vermehrt auf Teuchert fällt, ist nach der starken Vorbereitung, in der der 21-Jährige auch viele Fans in den sozialen Netzwerken von sich überzeugt hat, nicht unwahrscheinlich.