Titz wünscht sich „gewisse Galligkeit“ in Stuttgart

Am Sonntag feiert HSV-Trainer Christian Titz seinen 47. Geburtstag. Einen Tag zuvor, am Samstag (15.30 Uhr), gastiert der Hamburger SV beim formstarken VfB Stuttgart. Und Titz weiß schon ziemlich genau, was er sich mit Blick auf die Partie in der baden-württembergischen Landeshauptstadt wünscht.

„Ich würde mich riesig freuen, wenn die Mannschaft mich und uns alle durch eine überzeugende Leistung mit drei Punkten belohnen würde“, meinte der Hamburger Übungsleiter auf der Pressekonferenz am Freitag. Die Trainingseinheiten während der Länderspielpause stimmen ihn dabei optimistisch. „Wir hatten jetzt Zeit, mit den Spielern im Training Dinge zu erarbeiten, gerade was unsere Defensiv-Stabilität angeht. Die Jungs haben gut mitgezogen. Dazu hatten wir die Möglichkeit, viele Gespräche zu führen und uns auf das nächste Spiel vorzubereiten“, berichtete der Ex-U21-Trainer.

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Mit dem VfB treffen die „Rothosen“ allerdings auf einen Gegner, der zurzeit einen Lauf hat. Seit Tayfun Korkut in Stuttgart Trainer ist, haben die Schwaben nicht mehr verloren. Aus den letzten sieben Partien holten die Süddeutschen starke 17 Punkte. „Uns ist bewusst, dass es ein schweres Spiel werden wird. Auf dem Platz haben wir eine positive Stimmung. Es ist wichtig, dass wir morgen schnell ins Spiel kommen“, forderte Titz. „Wir müssen die positive Stimmung auf dem Platz in eine gewisse Galligkeit umschlagen lassen. Das traue ich dem Team zu.“

Wood fällt aus, Trio noch fraglich

Personell steht hinter dem ein oder anderen Spieler noch ein Fragezeichen. „Bei Lewis Holtby, Kyriakos Papadopoulos und Albin Ekdal müssen wir das Abschlusstraining abwarten, ehe wir entscheiden werden“, konstatierte der HSV-Coach. Definitiv nicht mit dabei sein wird Bobby Wood. „Er wirkt von der Länderspielreise sehr erschöpft und hat muskuläre Probleme“, erläuterte Titz. Zudem nahm er den 18 Jahre jungen Jann-Fiete Arp, der zuletzt nicht mit guten Leistungen bestechen konnte, in Schutz: „Das gibt es ganz selten, dass jemand in diesem Alter in den Profikader hochrückt, Angebote von anderen Vereinen erhält und parallel noch das Abitur abschließt. Dass dabei auch schnell Überforderung entstehen kann, ist glaube ich ganz normal. Seine Entwicklung ist trotz dieser Dinge aber absolut zufriedenstellend.“