Torunarigha: „Verstehen uns alle richtig gut“

Aufgrund des Abgangs von Sebastian Langkamp und der Verletzung von Karim Rekik nimmt Jordan Torunarigha derzeit eine wichtige Rolle bei Hertha BSC ein. Der 20-jährige Berliner will nach einer schwierigen ersten Saisonhälfte endlich zeigen, was er kann.

In der Hinrunde musste sich Torunarigha meist mit einem Platz auf der Ersatzbank abfinden, denn Neuzugang Rekik hatte sich im Sommer schnell auf der linken Innenverteidiger-Position als Nachfolger von John Anthony Brooks festgespielt. Die Reservistenrolle spornte das Eigengewächs aber nur noch zusätzlich an. „Ja, ich habe lange nicht gespielt, habe mir aber immer wieder gesagt: Weitermachen. Dranbleiben. Die Chance wird kommen“, berichtete er in einem Interview mit der vereinsinternen Medienabteilung.

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Seine Kollegen scheinen eine ähnlich professionelle Einstellung zu pflegen, denn der Konkurrenzkampf in der Verteidigung hat die Stimmung innerhalb des Teams offenbar nicht belastet. „Egal ob Nik (Niklas Stark; Anm. d. Red.), Lusti (Fabian Lustenberger) oder Karim (Rekik) – wir verstehen uns alle richtig gut, auf und neben dem Platz“, sagte Torunarigha. „Wir reden viel untereinander, und die Erfahrenen geben uns jungen Spielern immer wieder gute Tipps, wie wir uns weiter verbessern können. Das hilft mir ungemein.“

„Kein einfaches Spiel“ gegen Leverkusen

Da Rekik aufgrund einer Muskelverletzung vorerst fehlt, wird Torunarigha wohl auch am Samstag gegen Leverkusen in der Startelf stehen. Als Abwehrspieler sieht er den Schlüssel zum Erfolg naturgemäß in einer stabilen Defensive. „Man sieht, dass Leverkusen momentan einen Lauf hat. Mit ihren schnellen Flügelspielern erzeugen sie unglaublich viel Gefahr und schießen auch immer wieder gefährlich aus der zweiten Reihe“, warnte er. „Das wird mit Sicherheit kein einfaches Spiel. Ich glaube aber, dass wir dort etwas mitnehmen können, wenn wir defensiv weiter so diszipliniert auftreten.“

Dass der Gegner unter der Woche ein mühseliges Pokalspiel gegen Werder Bremen (4:2 n.V.) bestreiten musste, sieht Torunarigha nicht als großen Vorteil für die Hertha. Heutzutage seien alle Mannschaften so gut trainiert, dass sie eine solche Belastung wegstecken könnten, meinte der U21-Nationalspieler.