Trotz 4:1-Sieg: Wolfsburg muss in die Relegation

Der VfL Wolfsburg erkämpft sich einen 4:1 (1:1)-Sieg gegen Schlusslicht 1. FC Köln, muss aber trotzdem noch um den Klassenerhalt bangen. Da der SC Freiburg sein Spiel ebenfalls gewann, geht es für die Niedersachsen in die Relegationsspiele gegen Holstein Kiel.

Wolfsburg-Coach Bruno Labbadia stellte nach der 1:4-Pleite in Leipzig dreimal um. Für Jeffrey Bruma, Felix Uduokhai und Daniel Didavi rückten John Anthony Brooks, Paul Verhaegh und Yunus Malli in die erste Elf. FC-Trainer Stefan Ruthenbeck brachte nach dem 1:3 gegen Bayern ebenfalls drei Neue. Für Dominic Maroh, Christian Clemens und Simon Zoller starteten Jorge Meré, Miloš Jojić und Claudio Pizarro. Der VfL erwischte einen Auftakt nach Maß: Eine Hereingabe in den Rückraum von Josip Brekalo verlängerte William unfreiwillig auf Josuha Guilavogui, der aus knapp 16 Metern flach ins Eck zur Führung einschoss (1.). Divock Origi hatte kurz darauf zweimal die Chance zu erhöhen, verpasste aber jeweils knapp (7., 9.).

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Dann folgte ein doppelter Schockmoment: Nach einem Zusammenprall mussten Jannes Horn und Paul Verhaegh ausgewechselt werden, für die beiden kamen Leonardo Bittencourt und Yannick Gerhardt, der nach Verletzungspause sein Comeback feierte (15.). Kurz darauf vergab Brekalo die Riesenchance zum 2:0, Marcel Risse rettete auf der Linie (19.). Im Gegenzug wurden die Domstädter erstmals gefährlich. Eine Flanke von Bittencourt köpfte Terodde freistehend über das Tor (20.). Die Kölner steigerten sich fortan und kamen zum Ausgleich durch Jonas Hector, der ein Zuspiel von Jojić sehenswert mitnahm und Koen Casteels per Heber überwand (32.). Mit dem 1:1 ging es auch in die Pause – durchaus verdient, da Wolfsburg nach starkem Start zu passiv agierte.

Origi und Knoche sorgen für Beruhigung

Beide Trainer schickten ihre Teams unverändert in den zweiten Durchgang, die „Wölfe“ kamen allerdings mit mehr Biss aus der Kabine. Nach einer Kölner Ecke konterten die Gastgeber, Malli bediente den mitgelaufenen Origi, der zum 2:1 einschob (54.). Nach kurzer Rücksprache mit dem Video-Assistenten gab Schiedsrichter Markus Schmidt den Treffer. In der Folge ließ der VfL wieder nach, schaffte aber den erlösenden Treffer zum 3:1. Nach einem Freistoß von Brekalo nickte Robin Knoche vom zweiten Pfosten ein (71.). Den 4:1-Schlusspunkt setzte der starke Brekalo in der Nachspielzeit (90.+1). Zum direkten Klassenerhalt reichte der Kantersieg gegen den FC aber nicht, da Freiburg zeitgleich mit 2:0 gegen Augsburg gewann.