TSG-Duo erstürmt die Elf des Spieltags

Zweimal zwei Tore, zweimal in der Auswahl: Dank ihrer Treffer haben Ádám Szalai und Andrej Kramarić der TSG Hoffenheim nicht nur den ersten Rückrundensieg gesichert, sondern sich zugleich einen Platz in der Elf des Spieltags gesichert. Jeweils ein Duo stellen zudem Eintracht Frankfurt und der FC Bayern München.

Torwart: Sven Ulreich
Glücklich ist, wer so eine Nummer zwei hat: In Abwesenheit von Manuel Neuer zeigt Sven Ulreich derzeit Woche für Woche, ein hervorragender Bundesliga-Torwart zu sein. Beim 2:1 des FC Bayern gegen Schalke parierte der 29-Jährige vor allem gegen Breel Embolo herausragend. Am Sonntag gab es prompt die Belohnung für die starken Auftritte der vergangenen Wochen: Ulreichs Vertrag in München wurde bis 2021 verlängert. Sogar eine WM-Teilnahme steht im Raum.

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Innenverteidigung: Salif Sané, Marco Russ und Dayot Upamecano
Salif Sané ist der Turm in der Schlacht bei Hannover 96. Wann immer sich die Freiburger am Samstag mal in Richtung des gegnerischen Tores trauten, kam der 27-Jährige und klärte die Situation. Beim 2:1 zählte Sané mal wieder zu den Besten im Trikot der Niedersachsen. Ebenfalls bärenstark agierte am Samstag Marco Russ: Gerade mal zwei Zweikämpfe musste der Verteidiger von Eintracht Frankfurt beim 4:2 gegen Köln verlorengeben. Dabei hatte seine Startelf-Berufung durchaus für verwunderte Blicke gesorgt. Diese jedoch bestätigte er nicht nur defensiv, auch offensiv setzte der 32-Jährige ein Ausrufezeichen mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1. Ebenfalls einmal erfolgreich war Dayot Upamecano, der sich durch seinen Treffer beim 2:0 gegen Augsburg einen Platz in den Geschichtsbüchern von RB Leipzig sicherte. Nicht nur ist der Verteidiger der derzeit jüngste Torschütze der Leipziger Bundesliga-Geschichte – es war zudem der 100. Bundesliga-Treffer der Vereinshistorie. „Ich sage immer, der Junge kann unglaublich viel, aber was er nicht kann, ist Tore schießen“, flachste sein Trainer Ralph Hasenhüttl anschließend.

Defensives Mittelfeld: Julian Weigl
Zu alter Glanzform zurückgefunden hat Borussia Dortmund noch nicht, zumindest die Ergebnisse aber stimmen inzwischen wieder. Beim 2:0 gegen den Hamburger SV gehörte Julian Weigl zu den Stärksten im BVB-Trikot. Ungemein agil und souverän zeigte sich der 22-Jährige. 93 Prozent seiner Pässe fanden den Weg zum Nebenmann, zudem bestritt er 28 Zweikämpfe.

Linkes Mittelfeld: Florian Kainz
Keine Frage gab es beim SV Werder Bremen am Sonntag, wer der Spieler des Tages war: Florian Kainz hatte seine bislang beste Partie im Trikot der Norddeutschen abgeliefert und diese mit zwei Toren gekrönt. Erstmals durfte der Österreicher einen Doppelpack in der Bundesliga bejubeln. Beeindruckend war dabei vor allem Treffer Nummer eins, als er den Ball zum 2:0 ins lange Eck schlenzte. „Das war eines der schönsten Tore meiner Karriere“, jubelte Kainz anschließend.

Offensives Mittelfeld: Vladimír Darida
Nicht zu halten war am Samstag Vladimír Darida. Der Mittelfeldspieler von Hertha BSC nämlich schuftete gegen Leverkusen an allen Ecken des Feldes und hatte damit großen Anteil am 2:0-Sieg seines Teams. Mit 12,7 zurückgelegten Kilometern war der Tscheche lauffreudigster Spieler auf dem Platz, mit 32 Duellen zudem der aktivste Zweikämpfer. Doch damit nicht genug: Den Führungstreffer von Valentino Lazaro legte Darida auf und brachte damit den ersten Rückrundensieg der Berliner überhaupt erst auf den Weg.

Rechtes Mittelfeld: Marius Wolf
Von so einem Glücksgriff träumen die Fans bei allen Bundesligisten: Marius Wolf, im vergangenen Winter von Hannover ausgeliehen, hat sich in der laufenden Saison als tragende Säule bei Eintracht Frankfurt etabliert. Überragend war seine Leistung am Samstag beim 4:2 gegen Köln: Ein Tor erzielte der 22-Jährige selbst, zwei legte er auf, eines leitete er ein. Mit 12,8 zurückgelegten Kilometer war Wolf zudem lauffreudigster Spieler auf dem Platz.

Sturm: Ádám Szalai, Andrej Kramarić und Robert Lewandowski
Als Torschützen vom Dienst waren Szalai und Kramarić bislang nicht aufgefallen in dieser Saison. Gerade mal vier Treffer hatten sie zusammengerechnet bislang erzielt – am Samstag jedoch verdoppelten sie mal eben so ihr Konto. Sowohl Szalai als auch Kramarić trafen doppelt und schossen ihre TSG Hoffenheim damit zum 4:2-Sieg gegen Mainz. Mit einem Tor begnügen musste sich am Wochenende Robert Lewandowski – dabei war es aber ein Rekordtreffer. Der Pole hat in jedem der ersten elf Heimspiele getroffen, vor ihm war dies nur seinem aktuellen Trainer Jupp Heynckes in der Saison 1972/73 gelungen. Am Sonntag gewann er dann auch noch die Wahl zu Polens Fußballer des Jahres – zum siebten Mal in Folge.