TSG-Duo nicht zu stoppen, Dortmund völlig bodenlos

Zwei Angreifer der TSG 1899 Hoffenheim spielten sich mit einem Gala-Auftritt gegen den 1. FC Köln (6:0) in den Vordergrund. Borussia Dortmund präsentierte sich dagegen bei der 0:6-Auswärtspleite beim FC Bayern München desaströs und nährte die Kritik an Trainer Peter Stöger. Top und Flop des 28. Spieltags.

Top: Serge Gnabry und Mark Uth
Die TSG 1899 Hoffenheim kommt rechtzeitig zum Saison-Endspurt immer besser in Fahrt. Vor allem die Offensive, die zu Beginn des Jahres noch rätselhaft uninspiriert wirkte, ist aktuell nicht zu bremsen. Beim 6:0-Kantersieg gegen den 1. FC Köln am Samstag spielten sich besonders zwei „Doppelpacker“ in den Fokus: Bayern-Leihgabe Serge Gnabry, der schon seit Rückrundenbeginn in bestechender Form spielt, und Mark Uth. Letzterer ist der Top-Torschütze der TSG, baute seit der Verkündung seines Wechsels zum FC Schalke 04 im Sommer aber deutlich ab und musste immer häufiger mit einem Bankplatz vorlieb nehmen. Gegen Köln schenkte Trainer Julian Nagelsmann ihm mal wieder das Vertrauen – und Uth zahlte es mit zwei Toren und zwei Vorlagen mehr als eindrucksvoll zurück. Für den gebürtigen Kölner waren es die Treffer zehn und zwölf (bei sieben Assists). In dieser Form wäre er gar ein Kandidat für die Nationalmannschaft, ist angesichts der großen Konkurrenz aber krasser Außenseiter. Etwas bessere Chancen darf sich Tempodribbler Gnabry ausrechnen, der sich mit Gala-Auftritten wie am Samstag in den Fokus von Bundestrainer Joachim Löw spielt. In der Rückrunde steuerte der 22-Jährige schon fünf Tore und fünf Vorlagen bei – Tendenz steigend.

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Flop: Borussia Dortmund
Die Kritik an BVB-Trainer Stöger war bereits vor der 0:6-Schmach beim FC Bayern immer lauter geworden. Zu häufig wirkten die Auftritte der Schwarz-Gelben unstrukturiert und ideenlos. Bis dato konnte der Österreicher aber zumindest in der Bundesliga eine makellose Bilanz vorweisen. In seinen ersten zwölf Ligaspielen als Chefcoach des BVB war Stöger ungeschlagen geblieben. Die Bayern pulverisierten diesen Nimbus und verschärften damit auch die Situation der Borussia. Kaum ein Spieler erreicht aktuell seine Normalform, oft war es allein die individuelle Klasse eines Marco Reus oder Michy Batshuayi, die Dortmund Punkte sicherte. In München schockierte vor allem die hohe Fehlerquote im zentralen Mittelfeld – eine Schlüsselposition, über die Spiele entschieden werden. Stöger nahm den desaströsen Gonzalo Castro schon nach einer halben Stunde vom Feld, der eingewechselte Julian Weigl machte es allerdings auch nicht besser und verschuldete mit einem kapitalen Bock das 0:5. Fakt ist: In dieser Verfassung gerät das Mindestziel Champions League noch in Gefahr.