TSG gegen Mainz: Beiden hilft nur ein Sieg

Sowohl die TSG 1899 Hoffenheim als auch der 1. FSV Mainz 05 stecken in der Krise. Während die TSG den Anschluss an die Europapokal-Plätze wiederherstellen möchte, suchen die Rheinhessen den Weg aus dem Keller.

Julian Nagelsmann muss in Hoffenheim seine erste echte Krise als Trainer bewältigen. Erstmals unter seiner Regie blieben die Kraichgauer in fünf aufeinanderfolgenden Spielen sieglos. Den letzten Sieg holte der Tabellenneunte im Dezember gegen den VfB Stuttgart (1:0), am vergangenen Wochenende holte die TSG bei Hertha BSC (1:1) immerhin einen Punkt. Zuvor hatte die Nagelsmann-Elf zwei deutliche Niederlagen gegen den FC Bayern München (2:5) und Bayer Leverkusen (1:4) einstecken müssen. Der Hoffenheimer Übungsleiter ist optimistisch, dass am Samstag (15.30 Uhr) der erste Dreier des Jahres gelingt. „Wir hatten bisher eine der besten Trainingswochen dieses Jahres. Ich hoffe, […] wir bekommen die Trainingsleistung am Samstag aufs Feld“, meinte er am Donnerstag. Verzichten muss Nagelsmann auf Kerem Demirbay, der sich in Berlin eine schwere Knöchelverletzung zuzog und auf unbestimmte Zeit ausfällt. Der Einsatz von Mark Uth steht noch auf der Kippe, der Torjäger war erst am Donnerstag wieder ins Training eingestiegen.

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Ebenso wie die TSG hat Mainz drei Punkte bitter nötig. Durch die 0:2-Pleite gegen den FC Bayern und den Sieg von Werder Bremen gegen den FC Schalke 04 (2:1) am vergangenen Samstag rutschte das Team von Trainer Sandro Schwarz auf den Relegationsplatz ab. Die Zahlen sprechen gegen den Trainer der 05er: 20 Punkte nach 21 Spieltagen und eine Tordifferenz von minus 13 – so schlecht stand Mainz in seiner Bundesliga-Geschichte noch nie da. In den vergangenen neun Partien sammelte der FSV nur fünf Punkte, Schwarz stellte daher klar: „Wir haben den Abstiegskampf eingeläutet und in aller Offenheit die Dinge angesprochen.“ Kaum als Mutmacher taugte das DFB-Pokal-Viertelfinale am Mittwoch gegen Eintracht Frankfurt (0:3), bei dem die Mainzer mit drei kapitalen Abwehrfehlern vor den Gegentreffern ihr Aus besiegelten. Unklar ist noch, welches Personal Schwarz am Samstag zur Verfügung steht. Die Einsätze von Jean-Philippe Gbamin (Schnittwunde an der Hand), Yoshinori Mutō (Rücken) und Torhüter Robin Zentner (Augapfel-Prellung) sind fraglich.

TSG 1899 Hoffenheim: Baumann – Akpoguma, Vogt, Hübner – Kadeřábek, Schulz – Geiger – Amiri, Rupp – Gnabry, Kramarić

1. FSV Mainz 05: Adler – Bell, Gbamin, Diallo – Brosinski, Holtmann – de Jong – Serdar, Latza – Quaison, Ujah

Zwei Teams ohne großes Selbstvertrauen treffen aufeinander. Die TSG wird als Heimteam die Kontrolle übernehmen wollen, während der FSV sich – nach dem defensiven Offenbarungseid im Pokal – auf Stabilität konzentrieren wird. Hoffenheim ist in der Favoritenrolle und benötigt dringend drei Punkte.