TSG will in Berlin wieder in die Erfolgsspur

Die TSG 1899 Hoffenheim steht nach zuletzt schwachen Auftritten unter Druck. Am Samstag (15.30 Uhr) wollen die Kraichgauer bei Hertha BSC die Wende schaffen. Die Gastgeber rechnen mit einem umkämpften Spiel.

Im heimischen Olympiastadion will die Hertha wieder mutiger auftreten als beim dünnen 0:0-Remis bei Werder Bremen vor einer Woche. „Wir müssen unsere Aggressivität erhöhen, aber müssen auch geduldig bleiben. Ich rechne nicht mit einem schönen Spiel, aber wir wollen die drei Punkte“, erklärte Trainer Pál Dárdai. In Bremen fehlte seinem Team offensiv jene Durchschlagskraft, mit der der Tabellenelfte eine Woche zuvor Borussia Dortmund ein 1:1-Remis abgerungen hatte. Wegen des Ausfalls von Ondrej Duda muss Dárdai umstellen, der Tscheche Vladimír Darida könnte nach Verletzungspause zu seinem Startelf-Comeback kommen. Neben Duda fehlen der Hertha weiterhin Julian Schieber, Karim Rekik und Mitchell Weiser, der zuletzt immerhin wieder individuell trainieren konnte. Zwischen den Pfosten wird voraussichtlich erneut Thomas Kraft stehen, der Rune Jarstein zuletzt passabel vertrat. „Nach dem Abschlusstraining werden wir schauen, wie es aussieht. Ich war aber mit Thomas Kraft sehr zufrieden“, meinte Dárdai am Freitag.

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Der Rückrundenstart misslang Hoffenheim gründlich. Nach einem 1:1 zum Auftakt gegen Kellerkind Werder Bremen kassierte das Team von Trainer Julian Nagelsmann zwei deutliche Niederlagen gegen Bayer Leverkusen (1:4) und den FC Bayern München (2:5). Vor allem die einfachen Gegentreffer nach Standards sorgten zuletzt für Ärger, die beiden Innenverteidiger Kevin Vogt und Benjamin Hübner kritisierten unisono das Abwehrverhalten der TSG bei ruhenden Bällen. Nagelsmann richtete den Blick am Donnerstag lieber auf die kommende Aufgabe. „Die großen Brocken Leverkusen und München sind weg und jetzt wollen wir wieder erfolgreich sein. Wir haben das Zeug, um in Berlin zu gewinnen. Dazu müssen wir vor dem Tor konsequenter werden“, übte er sich in Optimismus. Verzichten muss der 30-jährige Fußballlehrer am Samstag vermutlich auf seinen Top-Torjäger Mark Uth (Wadenprobleme) sowie Lukas Rupp (Kniebeschwerden). Wieder eine Option für die Startelf ist dagegen Mittelfeldregisseur Kerem Demirbay, der die ersten drei Spiele der Rückserie mit muskulären Problemen verpasste.

Hertha BSC: Kraft – Pekarík, Torunarigha, Stark, Plattenhardt – Skjelbred, Maier – Lazaro, Darida, Kalou – Selke

TSG 1899 Hoffenheim: Baumann – Hübner, Vogt, Bičakčić – Kadeřábek, Schulz – Geiger – Demirbay, Amiri – Gnabry, Szalai

Die TSG ist nach den jüngsten Negativergebnissen verunsichert und tat sich zuletzt schwer, Torgefahr zu kreieren. Hertha dürfte trotz Heimvorteil abwartend agieren und auf Fehler der Gäste spekulieren. Hoffenheim benötigt daher wieder mehr Konsequenz im letzten Drittel.