Und schon wieder Bailey in der Elf des Spieltags

Leon Bailey, und immer wieder Leon Bailey – der Offensivspieler von Bayer 04 Leverkusen ist der Mann der Stunde. Bereits zum fünften Mal hat er sich die Nominierung für die Elf des Spieltags gesichert. Sogar schon zum siebten Mal dabei ist Naldo vom FC Schalke 04.

Torwart: Thomas Kraft
An Rune Jarstein gibt es für Thomas Kraft im Tor von Hertha BSC normalerweise kein Vorbeikommen. Aufgrund der Verletzung des Norwegers darf der 29-Jährige derzeit aber seine Klasse nachweisen – und tut dies mit Bravour. Bereits gegen Dortmund in der Vorwoche (1:1) hatte Kraft bewiesen, das Format für die Bundesliga zu haben. Gegen Bremen am Samstagabend legte er nun noch mal eine Schippe drauf. Sechs Torschüsse parierte er, insbesondere bei der Doppelchance von Theodor Gebre Selassie und Jérôme Gondorf war er hellwach.

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Linker Verteidiger: Timothy Chandler
Bei Eintracht Frankfurt ist Timothy Chandler der Mann für alle Fälle. Egal nämlich, wo Bedarf bei den Hessen besteht, der US-Amerikaner hilft aus – und glänzt. Nach der Demissionierung von Jetro Willems ist Chandler derzeit als Linksverteidiger gefragt und macht auch auf der ungewohnten Seite seine Sache ausgezeichnet. Beim 2:0 gegen Gladbach kurbelte der 27-Jährige immer wieder an und lieferte unter anderem die Vorlage zum Führungstreffer von Kevin-Prince Boateng.

Innenverteidigung: Naldo und Jonathan Tah
Naldo bleibt ein Phänomen: Trotz seiner inzwischen 35 Jahre zählt der Abwehrmann des FC Schalke 04 noch immer zu den besten Innenverteidigern der Liga. Neben seiner Zweikampfstärke beeindruckt der Brasilianer vor allem mit Torgefahr. 44 Treffer erzielte Naldo in seinen 337 Bundesliga-Spielen, dabei traf er am Samstag beim 2:0 in Stuttgart zum bereits fünften Mal in dieser Saison. Noch am Anfang seiner Karriere steht Jonathan Tah, dabei ist der 21-Jährige aber bereits auf dem besten Weg, zu einem der ganz Großen heranzuwachsen. Beim 2:0 von Bayer 04 Leverkusen gegen Mainz lieferte Tah mal wieder eine ebenso zweikampf- wie spielstarke Leistung. Mit einer starken Rettungstat gegen Robin Quaison verhinderte der Ex-Hamburger in Hälfte eins den möglichen Rückstand.

Rechter Verteidiger: Joshua Kimmich
Ob defensiv oder offensiv, Joshua Kimmich ist auf der Position des Rechtsverteidigers derzeit das Maß aller Dinge in Deutschland. Zwar hatte auch der 22-Jährige, wie die gesamte Mannschaft des FC Bayern München, am Samstag eingangs einige Probleme mit Hoffenheim. Nach rund einer halben Stunde half Kimmich dann aber mit viel Dynamik dabei mit, den 0:2-Rückstand noch in einen 5:2-Sieg zu verwandeln. Sechs Flanken schlug der 25-malige deutsche Nationalspieler, zudem bereitete er den Anschlusstreffer Robert Lewandowskis vor.

Defensives Mittelfeld: Kevin-Prince Boateng
Immer wenn es brisant wurde, war Kevin-Prince Boateng am Freitag mittendrin. Beim 2:0 von Eintracht Frankfurt gegen Gladbach war der 30-Jährige auf allen Positionen zu finden. Vorne besorgte Boateng den Führungstreffer, hinten hatte er mit 32 Zweikämpfen großen Anteil daran, dass die „Fohlen“ kaum mal dazu kamen, ihre spielerische Qualität zu zeigen. Glück hatte Boateng, dass Thorgan Hazard den von ihm verursachten Foulelfmeter an die Latte nagelte.

Linkes Mittelfeld: Kingsley Coman
Erstaunlich viel zu kämpfen hatte der FC Bayern eingangs gegen die TSG Hoffenheim. Dass sich das Blatt noch wendete und der Tabellenführer letztlich einen souveränen 5:2-Sieg einfuhr, lag maßgeblich am Kingsley Coman. Der Franzose nämlich wirbelte unermüdlich auf seiner linken Seite und stellte die Abwehr der Sinsheimer vor einige Probleme. Drei Torschüsse gab der 21-Jährige ab, darunter das Führungstor zum 3:2, zudem legte er zwei Abschlüsse der Nebenleute auf.

Rechtes Mittelfeld: Amine Harit
Immer wertvoller wird Amine Harit für den FC Schalke 04. Der erst 20 Jahre alte Franzose nämlich gehört zu den wenigen Kreativspielern im Kader der „Knappen“, zudem übernimmt er inzwischen immer mehr Verantwortung. Am Samstag schnappte sich Harit in Stuttgart den Ball und trat zum Elfmeter an – dabei hatte er zuvor noch keinen für Schalke geschossen. Unbeeindruckt von Ron-Robert Zieler im Tor der Schwaben schoss der Sommerzugang zum 2:0-Endstand ein. Zudem bereitete Harit in der Schlussphase die Großchance von Yevhen Konoplyanka vor.

Offensives Mittelfeld: Leon Bailey
Kein Spieler versetzt die Bundesliga derzeit mehr in Entzücken als Leverkusens Bailey. Woche für Woche nämlich zeigt der Jamaikaner, innerhalb eines Jahres zum Leistungsträger gereift zu sein. Kaum zu halten war Bailey am Sonntag von der Mainzer Hintermannschaft, drei Torschüsse gab der 20-Jährige ab, fünf weitere legte er auf. Mit einem herrlichen Treffer von der Strafraumgrenze brachte Bailey sein Team in Führung – und verdiente sich so die insgesamt fünfte Nominierung für die Spieltagsauswahl und die zweite in Folge.

Angriff: Serge Gnabry und Nils Petersen
Gegen die kommenden Kollegen hatte sich Serge Gnabry offenbar einige Power aufgespart: Mit viel Dynamik nämlich startete der an die TSG Hoffenheim verliehene Angreifer in die Partie in München. Zunächst holte der 22-Jährige einen Elfmeter heraus, den Mark Uth nach seinem Fehlschuss zur Führung verwertete, anschließend legte er das 2:0 per Distanzschuss nach. Zwar tauchte auch Gnabry, wie das gesamte TSG-Team, anschließend ab, dennoch bewies der zweimalige Nationalspieler, zu einer wertvollen Verstärkung für den FC Bayern werden zu können. Komplettiert wird die Lattenkreuz-Elf durch Nils Petersen. Der Stürmer war am Samstag beim 2:2 in Dortmund mal wieder Matchwinner für den SC Freiburg. Mit seinen zwei Treffern hätte er fast den Sieg für die Breisgauer besorgt, hätte Jeremy Toljan nicht in der Schlussminute zum Ausgleich getroffen. Sehenswert war dabei vor allem der 40-Meter-Hammer Petersens, der sich über Roman Bürki hinweg ins Tor senkte. Zudem rieb sich der 29-Jährige in 38 Zweikämpfen auf.